Foto: MTI/ Péter Lakatos

Massenunfall

Nach einem Jahr nur Vorschüsse

Noch ist die Untersuchung des schweren Auffahrunfalls auf der Autobahn M1 vor einem Jahr nicht abgeschlossen. Die Versicherungen zahlten bislang mehr als 140 Mio. Forint (gut 350.000 Euro) an Vorschüssen an Geschädigte aus.

In die Massenkarambolage am 11. März 2023 infolge eines Sandsturms westlich von Budapest waren insgesamt 41 Fahrzeuge verwickelt. Zahlreiche Unfallfahrzeuge gingen in Flammen auf, während immer noch weitere Fahrzeuge von hinten in die aufgestaute Kolonne reinknallten. Deshalb schien es wie ein Wunder, dass bei dem Unfall niemand ums Leben kam, wie die Rettungskräfte stundenlang glaubten. Leider fanden die Feuerwehrleute nach den Löscharbeiten aber doch eine verkohlte Leiche unter einem Pkw-Wrack. Die traurige Bilanz des verheerenden Verkehrsunfalls waren 1 Toter und 39 zum Teil Schwerverletzte sowie 19 Fahrzeuge mit Totalschaden.

Der Versicherungsverband Mabisz ging sogleich davon aus, dass sich die Klärung der Schuldfrage in die Länge ziehen könnte. Aber genau für dermaßen komplexe Schadensgeschichten besteht seit gut einem Jahrzehnt eine Übereinkunft der Gesellschaften des Verbands, den Opfern freiwillig, über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehend Hilfe zuteilwerden zu lassen. Die Mabisz-Mitglieder nahmen im Zusammenhang mit diesem einen Unfall mehr als 90 Schadensansprüche auf. Schon bislang wurden als Vorschüsse mehr als 140 Mio. Forint ausgezahlt, weitere 170 Mio. Forint sind vorveranschlagt. Dabei geht es vor allem um die Finanzierung von Behandlungen bei langwierigen oder gar bleibenden Gesundheitsschäden. Die an Fahrzeugen entstandenen Schäden wurden mit drei Ausnahmen restlos abschließend geregelt, mit durchschnittlichen Auszahlungen von 4,1 Mio. Forint (rund 10.500 Euro).

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