Klimawandel
Milder Februar, verregneter Sommer
Das Jahr 2020 war in Ungarn deutlich wärmer als gewöhnlich, die Niederschlagsmenge fiel derweil durchschnittlich aus. Nach Daten des Wetterdienstes (OMSZ) waren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1901 nur fünf Jahre noch wärmer, den langjährigen Temperatur-Durchschnittswert der Jahre 1981-2010 übertraf das abgelaufene Jahr um 1,2°C. Der Winter 2020 war sogar der drittwärmste, der Frühling wiederum so trocken, wie zuvor nur zweimal in 120 Jahren aufgezeichnet.
Unter den Extremen des verstrichenen Jahren hebt der OMSZ den Monat Februar hervor, der um nahezu 10°C milder als gewohnt ausfiel, mit einem neuen Tagesrekord von 18,2°C am 2. Februar in Drávaszabolcs. Ganz anders der März: Der tiefste Schnee wurde am 25. März mit 28 cm in Máza, ebenfalls im Süden des Landes, registriert. Auf einen extrem trockenen Frühling folgten ab Mitte Juni bis Mitte August in mehreren Wellen heftige Niederschläge: Am 24. Juli stellte Vése mit 178 mm einen neuen Tagesrekord auf. Ähnliches widerfuhr Celldömölk, wo am 17. August mehr als 60% der monatlichen Regenmenge herunterkamen.
Den Hitzerekord des Jahres stellte am 30. August Mezőkovácsháza mit 37,4°C auf. Bis Ende September blieb es sommerlich warm, aber bereits Mitte Oktober erlebte das Mátra-Gebirge den ersten Schneefall.
