Polizeioberst Mihály Kovács: „Wer den Komfort von Fünfsternehotels sucht, sollte nicht auf der Straße unschuldige Menschen zusammenschlagen.“ Foto: MTI/ Robert Hegedüs

Glosse: Eindrücke eines Neu-Ungarn

Linksextreme Intensivtäter lernen Rechtsstaat kennen

Die Ungarn sind ein sehr friedliebendes Volk, das viel aus seiner Geschichte gelernt hat.
11. Februar 2024 16:10

Das zeigt sich unter anderem deutlich in der Haltung der ungarischen Regierung zu Waffenlieferungen in die Ukraine. Orbán lehnt solche kategorisch ab, und das ist auch gut so. Da können die Waffen-Narren in der EU und in Deutschland, ob nun die E-Mail-Löschwütige von-der-Leyen, die martialische Strack-Zimmermann oder Panzer-Toni – noch so viel Gift und Galle Richtung Budapest versprühen. Das „Ja“ zu Milliardenhilfen für die Ukraine gibt es nur für humanitäre Zwecke, nicht aber für totbringende Waffen!

Kein Pardon für Antifa-Schläger

Zwar lehnen die Ungarn Gewalt ab. Wenn aber ausländische Brutalos in Budapest einfallen, um unschuldige Menschen anzugreifen und krankenhausreif zu prügeln, dann gibt’s hier kein Pardon. Das mussten auch deutsche und italienische Antifa-Schläger erfahren, die vor einem Jahr in gut einstudierter SA-Manier vermeintliche Nazis zusammenknüppelten und dabei ohne Weiteres auch den Tod ihrer Opfer billigend in Kauf nahmen.

Trotz weiter Anreise fanden sie auf ihrem Prügeltrip „gegen Rechts“ am Ende jedoch keine Faschisten! So mussten halt unbescholtene Bürger und Touristen herhalten, deren einzige „Schuld“ darin bestand, sich im Military-Look auf die Straße gewagt zu haben.

Die Antifa-Kriminellen schienen sich bei ihrer mehrtägigen Prügelorgie in Budapest in absoluter Sicherheit zu wiegen. Wahrscheinlich gingen sie davon aus, dass ungarische Ordnungshüter und Gerichte ähnlich ticken würden wie deutsche, und sie im schlechtesten Fall höchstens zügig der heimischen Kuscheljustiz überstellt würden. Sie hatten die Rechnung jedoch ohne den ungarischen Rechtsstaat gemacht… Die, die noch vor Ort von den ungarischen Ordnungshütern erwischt wurden, lernen diesen jetzt gut kennen.

Die armen „Kinder“!

Die Schläger, die nach Deutschland entkommen konnten, sind da schon deutlich besser dran. Deren Eltern flehen die deutsche Staatsanwaltschaft nun herzzerreißend an, ihre armen „Kinder“ doch bitte bloß nicht ans „böse“ Ungarn auszuliefern. Was ist denn schon groß passiert? Das wäre doch mit ein paar Sozialstunden oder „Stricken gegen Rechts“ abgegolten.

Aber nicht in Ungarn! Die drei Täter, die schon seit einem Jahr die ungarische Gastfreundschaft in der U-Haft genießen, können nun lernen, dass in Ungarn Kriminelle auch wie solche behandelt werden. Sie müssen nun nach ungarischem Recht mit Strafen von bis zu 24 Jahren Zuchthaus rechnen.

Die gleiche Mitleidsleier kam übrigens auch aus Italien, denn eine der Inhaftierten ist Italienerin. Sie fiel durch besondere Brutalität auf und sieht nun einer langjährigen Haftverbüßung in Ungarn entgegen. Die italienische Presse kritisierte – wie auch die linke TAZ – lautstark die Haftbedingungen, denen die arme Ilaria (39) in Ungarn ausgesetzt sei. In Ungarn gibt es für Linkskriminelle aber nun mal keinen Ideologie-Bonus. Hier werden sie so behandelt, wie Leute, die sich des versuchten Totschlags schuldig gemacht haben, in Rechtsstaaten üblicherweise zu behandeln sind.

Der Autor ist Dip­lom-­Physiker, machte dann aber die Musik und die Liebe zur Sprache zu seinem Beruf und wurde Kabarettist. In den vergangenen 40 Jahren stand er mehr als 6.000 Mal auf der Bühne und war in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Nebenbei schrieb er sechs Bücher. Seit 2020 lebt er mit seiner Frau in der Nähe des Balaton. Mehr zu Detlev Schönauer finden Sie in diesem BZ-Interview.

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