Kinder erfrischen sich an einem Springbrunnen. Foto: MTI/ Robert Hegedüs

Wochenendwetter

Hitze, Unwetter, Hitze

Nach einer kurzen, umso stürmischeren Unterbrechung geht die zweite beinahe nahtlos in die dritte Hitzewelle dieses Sommers über.

Bis Mittwochmitternacht galt Alarmstufe „Rot“ wegen der Hitze; bei Tageshöchstwerten um 35-38°C wurden aber keine neuen Tagesrekorde verzeichnet. Dessen ungeachtet mussten die Wasserwerke in der Agglomeration der Hauptstadt bereits den Wassergebrauch amtlich einschränken. Eben wegen des steigenden Trinkwasserbedarfs in der Hitze wurde den Bürgern von Szentendre und Pomáz das Gießen des Gartens ebenso untersagt, wie die Autowäsche mit dem Schlauch und das Auffüllen von Planschbecken und Swimmingpools. In zwei Dutzend Gemeinden rund um Budapest wurden die Bürger gebeten, verantwortungsbewusst mit dem kühlen Nass umzugehen.

Höchste Stufe der Unwetterwarnung

Ab Montagnachmittag wurde die warme Luft zunehmend instabiler, die ersten schweren Gewitter entluden sich über den Komitaten Veszprém und Fejér in der Landesmitte. Im Vorfeld der Kaltfront vom Mittwoch und Donnerstag gab der Wetterdienst OMSZ dann die höchste Stufe der Unwetterwarnung aus. Betroffen war zunächst der Nordwesten des Landes, wo Wolkenbrüche 20-40 mm Regen brachten und Sturmspitzen um 100-110 km/h gemessen wurden. In Balatonföldvár waren es laut dem Wetterportal idokep.hu sogar 116 km/h! Am Donnerstag traf die zweite Welle der Front im Tagesverlauf den Landessüden am schwersten. Wie bereits am Vorabend gab es örtlich schwere Hagelschauer mit bis zu 5 cm starken Körnern. Auf mehreren Bahnstrecken im Dreieck Székesfehérvár-Zalaegerszeg-Nagykanizsa musste der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden.

Nun ist wieder Schwitzen angesagt

In der Nacht zum Freitag zogen die Gewitter nach Nordosten ab. Am Freitag setzt sich westlich der Theiß wieder überall die Sonne durch. Ab Samstag bleibt es überwiegend trocken, ab Sonntag wird es heiß mit Spitzenwerten um 32-38°C. Dieser Hitzewelle wird nach den jetzigen Modellberechnungen erst eine Kaltfront am Mittwoch ein Ende bereiten, die aber nur eine mäßige Abkühlung verheißt.

Die Feuerwehr musste nach den vielen Unwettern zahlreiche umgestürzte Bäume beseitigen. Foto: MTI/ Zoltán Mihádák

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8. April 2026 16:50 Uhr