Eine junge Frau sucht Erfrischung in der Hitze. Foto: MTI/ Péter Komka

Wochenendwetter

Hitze mit kurzer Unterbrechung

Die erste Hitzewelle des Jahres liegt noch immer nicht hinter uns.

Zur Wochenmitte wurden vierzig Grad im Schatten nur knapp verfehlt. Die heranrückende Kaltfront bringt wohl nur Transdanubien ein wenig Abkühlung, im Landesosten bleibt es weiter heiß.

Der von den Gesundheitsbehörden ausgesprochene Hitzealarm wurde nun bis Montagmitternacht verlängert. Ursprünglich sollte die ab Montagmorgen geltende Regelung in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag aufgehoben werden. Das aber wird nun nichts, weil sich die von Westen heranrückende Kaltfront markant abgeschwächt hat und mit Ausnahme Transdanubiens kaum Wirkung entfalten wird.

Neue Rekorde in Abony und im Landesosten

Ab Mittwoch purzelten die Rekorde. Schon die vorhergehende Nacht erwies sich als „tropisch“. Diese Definition wenden die Meteorologen an, wenn die Temperaturen nicht unter 20°C fallen. In Keszthely wurden als Mindestwert 24,8°C gemessen – so mild war die Nacht zum 29. Juni noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. (Seit 1997 hielt Tata den Rekord für den Tagesmindestwert mit 23,2°C.) Der Spitzenwert für diesen Junitag lag seit 1994 bei 37,9°C, die nun gleich in mehreren Orten übertroffen wurden. Neuer Rekordhalter ist Abony im Komitat Fejér, wo an diesem Mittwoch erst bei 39,2°C Halt war.

Am Donnerstag wurde der aus dem Jahre 1950 stammende Tagesrekord für den 30. Juni, der damals mit 38,9°C in Pécs gemessen wurde, Geschichte. Neuer Rekordhalter ist Berettyóújfalu im Landesosten an der Grenze zu Rumänien, wo die Temperaturen bis auf 39,6°C kletterten.

Gewitter in Transdanubien

Seit Montag wurden landesweit im Tagesmittel Werte von mehr als 25°C erreicht, was den Hitzealarm auslöste. In der Tiefebene waren es im Mittel gar 27°C, am Donnerstag in fünf Komitaten (Békés, Csongrád-Csanád, Hajdú-Bihar, Jász-Nagykun-Szolnok und Pest) sowie der Hauptstadt dann über 29°C! Am Freitag werden nochmals ähnliche Werte erreicht, bevor ab dem frühen Nachmittag örtliche Gewitter kurzzeitig Abkühlung versprechen. Diese entladen sich laut Wetterdienst zunächst vor allem östlich der Donau. Mit der Kaltfront von Westen kommt es in den Abendstunden und in der Nacht zum Samstag zu Gewittern in Transdanubien, die von einem auffrischenden Wind begleitet werden. Sobald sich das Wetter wieder beruhigt, kehren die Tageshöchstwerte in den Bereich von 30-35°C zurück, die Nächte bleiben tropisch. Aktuell rechnen die Wetterfrösche frühestens zur Wochenmitte mit einer deutlicheren Abkühlung, also dem Ende der Hitzewelle.

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