Fotos: Facebook-Screenshot/ Kécskei Krónika

„Gulyahajtás“

Graurinder auf die Weide getrieben

Zu den Schönheiten der ungarischen Tiefebene gehören nicht nur die Flora und Fauna, sondern auch die traditionellen landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Um diese Bräuche romantischer Prägung wieder beliebt zu machen, werden oft spektakuläre Ereignisse organisiert. So war es auch am Samstagmorgen, als mehr als 350 Graurinder über die alte Brücke in Tiszaug getrieben wurden.

Das ungarische Graurind ist eines der in Ungarn heimischen, gesetzlich geschützten Haustiere. Es ist ein echtes Hungarikum, das dank seiner Ausstrahlung und seiner Robustheit zu den weltweit bekannten Eigenheiten der Großen Tiefebene gehört. Der Bestand der Rasse erreichte in den 1960er Jahren seinen Tiefpunkt und steigt seither wieder an.

Das Fleisch ist feinfaserig, sehr schmackhaft und garantiert BSE-frei, aber das Tier wird heute hauptsächlich als Touristenattraktion gehalten. Stiere wiegen 700-900 kg, Kühe 550-600 kg.

Das Agrarministerium stellt große Energien und bedeutende Ressourcen für Erhalt und Entwicklung einheimischer Rassen wie des Graurindes zur Verfügung, sagte Staatssekretär Zsolt Feldman, bei der feierlichen Eröffnung der traditionellen „Gulyahajtás“.

Die Züchter von Graurindern können im Rahmen der Subvention für einheimische Rassen einen jährlichen Zuschuss von 500 Euro pro Tier beantragen. Die finanzielle Unterstützung leistet einen wichtigen Beitrag zum Überleben und zur künftigen Entwicklung der 10.000 Tiere umfassenden heimischen Herde.

Der Staat ist der größte Halter von Graurindern: In den Nationalparks – von Hortobágy bis Fertő-Hanság – gibt es eine schöne und bedeutende Population.

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