Der Bahnverkehr westlich von Budapest ist eingeschränkt, nachdem ein Güterzug auf einen anderen auffuhr. Foto: MTI/ Zoltán Mihádák

Bahnhavarie

Getreidewaggons neben den Gleisen

Seit Sonntag ist eine weitere internationale Hauptstrecke der Eisenbahn blockiert. Zwischen Budapest und Győr besteht teilweise Schienenersatzverkehr.

Im Morgengrauen des Sonntag fuhr westlich der Hauptstadt, zwischen Biatorbágy und Herceghalom ein 2.000 t schwerer Güterzug auf einen anderen, leeren Güterzug auf. Die Ursache für den Unfall ist noch unbekannt, laut Staatsbahnen MÁV funktionierten alle Sicherungsanlagen auf der Strecke. Der Schaden dürfte 100 Mio. Forint übersteigen. Sieben Getreidewaggons des leeren Zuges entgleisten infolge des Aufpralls, drei kippten um. Bis Montag konnte die Bahn die Oberleitungen wiederherstellen, so dass auf einem Gleis der Zugverkehr wieder möglich wurde – allerdings unter strenger Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Gleisbett ist an der Unfallstelle um 15-40 cm verrutscht, mindestens 50 Betonschwellen müssen ausgetauscht werden.

Internationale Züge Richtung Wien und Bratislava werden über Székesfehérvár bzw. Komárom umgeleitet. Andere Züge auf der Strecke Budapest-Győr-Hegyeshalom wurden geteilt oder komplett gestrichen. Bekanntlich ist die Strecke Budapest-Szob-Bratislava voraussichtlich noch bis Mitte August gesperrt, nachdem heftige Regenfälle einen Berghang im Börzsöny-Gebirge ins Rutschen brachten.

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