Online-Medien

Gesunkener Konsum

Die Zahl der Nutzer der Online-Medienangebote sank im vergangenen Jahr von 4,2 auf 3,9 Mio. Personen täglich. Die Medienaufsicht NMHH präsentierte allerhand interessante Fakten.
24. Februar 2024 15:50

Die Ungarn suchen täglich 64 Mio. Male verschiedene Websites auf. Demnach „konsumiert“ ein durchschnittlicher Mediennutzer am Tag ca. 16 Nachrichten, Blogeinträge, Wettervorhersagen, Fahrplaninfos oder Unterhaltungsinhalte. Warum die Zahlen 2023 gegenüber 2022 zurückgingen, erklärte die Behörde damit, dass die Ungarn insgesamt weniger im Netz surften, aber auch eine große Anzahl von Nutzern auf ausländische Websites ausgewichen sei.

Vom Papst bis zum Nahostkonflikt

Die meistgelesenen Nachrichten im Jahre 2023 waren der Ungarnbesuch des Papstes, das Erdbeben in der Türkei, der Aufstand der Wagner-Gruppe und der Israel-Gaza-Konflikt.

Die NMHH untersuchte die Postings der beliebtesten Fernseh- und Radiosender sowie Zeitungen in den Sozialmedien auch aus einem anderen Blickwinkel. Die Textanalyse der populärsten Einträge zeigte, welche Schlüsselwörter Journalisten bevorzugen. Verständlicherweise stehen in der Rangliste Begriffe wie Ungarn bzw. ungarisch ganz oben, gefolgt von Leben, Sport, Familie und Europa.

Leichtathletik-WM sehr populär

Im Nachrichtenbereich beeinflussen Massenkarambolagen, Naturkatastrophen und militärische Konflikte die Zahl der Klicks, mitunter steigt der Tagesdurchschnitt auf das Zwei- bis Vierfache an. Beim Thema Sport gehörten natürlich die Erfolge der Fußballnationalmannschaft sowie die Ereignisse der Leichtathletik-WM von Budapest zu den populärsten Inhalten.

Aus den meistgelesenen Beiträgen in den Sozialmedien stellte die NMHH einen Nachrichtenkalender 2023 zusammen, aus dem die beliebtesten Themen jedes Monats ersichtlich sind. So war die Topnachricht des Januars der Sieg der Herren-Handballer über Island, die des Monats Juni der Wechsel von Ungarns Fußballnationalspieler Dominik Szoboszlai nach Liverpool, die des Septembers die erfolgreiche Rettung eines verletzten Forschers aus einer 1.000 m tiefen Höhle in der Türkei, an der ungarische Höhlenretter mitwirkten.

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