Um Allerheiligen legte sich der Nebel sogar auf den Balaton. Foto: MTI/ Zsolt Czeglédi

Wochenendwetter

Es wird feucht

Am Wochenende rechnen die Meteorologen mit 5-15 mm Regen. Im Nordwesten besteht die größte Wahrscheinlichkeit für noch intensivere Niederschläge, der Osten könnte aber wieder leer ausgehen.
4. November 2022 11:25

Dabei dürsten die Böden nach Regen, denn die letzten ergiebigen Wolken wurden am 1. Oktober über Ungarn gesichtet. Auf den erfreulich feuchten September folgte ein trockener Oktober, wie es diesen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901 nur in sieben weiteren Jahren gab. Die Niederschlagsmenge von durchschnittlich 9,5 mm entspricht weniger als einem Fünftel des langjährigen Mittels. Im Einzugsgebiet der Körös-Flüsse im Südosten des Landes gab es mit 1 mm so wenig Niederschlag wie noch nie im Oktober. Seit Jahresbeginn fielen im mittleren Teil der Tiefebene weniger als 250 mm, den meisten Niederschlag verzeichneten der Westen und Südwesten mit knapp 550 mm.

Oktober war trocken und warm

Der Oktober war aber nicht nur trocken, er war auch sehr mild: 1,7°C über dem langjährigen Mittel für den zehnten Monat. Die mittlere Tagestemperatur erreichte im Durchschnitt 12,4°C. Einen wärmeren Oktober registrierten die Meteorologen zuletzt 2018, als das Temperaturmittel knapp 12,8°C erreichte.

Am Freitag zieht der Regen von Nordwest und West her kommend langsam in Richtung Osten und dürfte am Abend die Theiß-Linie erreichen. Östlich davon beschert die Sonne noch einmal Höchstwerte von gut und gerne 20°C. Am Samstag rückt eine zweite Welle der Kaltfront an, die vor allem in Transdanubien kräftige Windstöße mit sich bringt. Bis der Regen am Sonntag gen Osten abzieht, wechseln sich Sonne und Wolken erwartungsgemäß ab und erlauben Temperaturen um 13-18°C.

Bis Monatsmitte ohne Nachtfröste

Nicht nur die Landwirte dürfte es freuen, dass sich das milde Wetter bis Mitte November fortsetzen könnte und Nachtfröste weiter ausbleiben. Was die Wetterprognose anbelangt, können wir nur hoffen, dass der Wetterdienst nicht wieder so derb danebengreift, wie zu Allerheiligen. Für das lange Wochenende glaubten die Meteorologen an eine stabile Fortsetzung der Wetterlage, wie sie Ende Oktober bestimmend war: Mit Frühnebel, der im Tagesverlauf herrlichem Sonnenschein Platz macht. Tatsächlich zog sich eine Nebel-Glocke über das Karpatenbecken, aus der nur höhere Berge herausschauten. Tageshöchstwerte um 15-20°C gab es deshalb bestenfalls in luftigen Höhen, im irdischen „Jammertal“ bewegten sich die Temperaturen auch tagsüber um 10°C. Immerhin sorgte der dichte Nebel für milde Nächte.

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