Wochenendwetter
Ende der Eiszeit naht
Der Wetterdienst HungaroMet kündigt keine großen Niederschlagsmengen an, doch geht der Schnee ab Freitag in weiten Landesteilen in Eisregen und Regen über. Ab Freitag wird es besonders auf den Straßen im Komitat Veszprém (Bakony-Gebirge und Balaton) bis hin zum Theiß-Gebiet gefährlich glatt, am Samstag gilt diese Warnung vornehmlich für die nördlichen Mittelgebirgslagen.
In den Nächten enden die brutalen Frostgrade, die neuen Tiefstwerte pegeln sich vorläufig um -5°C ein. Tagsüber wird es immer milder, am Freitag erstmals wieder mit Höchstwerten über dem Gefrierpunkt, während am Sonntag laut Meteorologen in der Spitze bis zu 9°C möglich sind.
Leider lädt dieses nasskalte, graue Wetter nicht eben zu Ausflügen ein; dabei sind die großen stehenden Gewässer im Lande nunmehr zugefroren und laden geradezu zu Schlitterpartien ein. Am Mittwoch gab die Polizei den Balaton praktisch überall in Ufernähe (in einem etwa 50-70 m breiten Streifen) für die Wintersportler frei, bei Eispanzern von 10-15 cm am Nordufer und bis zu 19 cm am flacheren Südufer.
Derweil musste die Stadt Miskolc wegen der hohen Feinstaubbelastung der Luft Smogalarm ausrufen. Das trübe Wetter ohne stärkeren Wind sorgt leider in den kommenden Tagen für keine Besserung. Offene Feuer sind deshalb vollständig verboten.
Das Jahr 2025 war eines der trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901. Wie HungaroMet informierte, gab es seither nur drei Jahre mit weniger Niederschlag. Kiskunmajsa musste über das ganze Jahr hinweg mit 268 mm auskommen; in der gesamten Tiefebene waren Werte um 300-350 mm charakteristisch. Andererseits sorgte ein Wolkenbruch am 27. Juli in Csököly im Komitat Somogy an einem einzigen Tag für 184 mm Niederschlag.
HungaroMet registrierte zudem ein warmes Jahr – nur sechs Jahre wiesen seit 1901 noch höhere mittlere Temperaturen auf. Mit 11,78°C übertraf das Jahr 2025 das langjährige Mittel (der letzten dreißig Jahre) um ein Grad. Besonders mild waren Januar, März und Dezember, nebst einem heißen Juni und einem sehr warmen September. Den Hitzerekord des Jahres verzeichnete Sarkad am 26. Juli mit 41,3°C im Schatten. Am 19. Februar wurden in Zabar -15,6°C als Minusrekord gemessen.
