Fotos: EEAJ

Von unseren Lesern: Vorweihnachtliches Charity Event der Stiftung Egész Évben Adni Jó in Keszthely

Ein Fest des Zusammenhaltes für eine gute Sache

Am 18. November luden Margit Kanter-Kissenberth, die Ehrenbotschafterin der Stiftung, und Maggie und Chris Kunze, die Initiatoren, zu einem Charity Event zu Gunsten der ungarischen Stiftung Egész Évben Adni Jó in Keszthely in die Halászcsárda ein.
4. Dezember 2023 2:20

Durch die gemeinschaftliche PR-Arbeit der Organisatoren, Margit Kanter-Kissenberth, Maggie und Chris Kunze, und aller Unterstützer wurden für den Abend über 80 Tickets verkauft. Die Organisatorin und Moderatorin des Abends Margit Kanter-Kissenberth konnte noch regionale Persönlichkeiten für die Veranstaltung gewinnen, sodass an diesem Abend deutschsprachige Unterstützer und Ungarn gemeinschaftlich-fröhlich an einem Tisch saßen. Um eine Verbundenheit aller Anwesenden, repräsentativ für den Zusammenhalt zwischen Ungarn und deutschsprachigen Einwohnern zu verstärken, wurde ein langes weißes Satinband mit allen Namen in rot-weiß-grün angefertigt.

Das Band der Verbundenheit.

Die Veranstaltung wurde von Györgyi Krasznai, Leiterin des Finanzausschusses der Gemeinde Gyenesdiás eröffnet „Es ist eine unglaubliche Erfahrung zu erleben, dass es uns unabhängig von Sprache, Nationalität grenzüberschreitend gelingen kann, für ein gemeinsames Ziel zusammenzuschließen. Es ist schön, die Einigkeit der Menschen zu sehen, die bereit sind, Menschen in Not und in schwierigen Situationen zu unterstützen und zu helfen.“

Auch Árpád Dongó, Stiftungsmitglied und Mitglied der Stadtverwaltung Gyenesdiás, richtete ein paar Worte an die anwesenden Unterstützer „Es ist schön, das Interesse an der Arbeit der Stiftung zu spüren und Menschen zu treffen, die an diesem Abend auch etwas aktiv tun wollten. Ich bin überzeugt, dass als Ergebnis eine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen kann.“

Dort aktiv sein, wo die Not groß ist

Anschließend präsentierten Margit Kanter-Kissenberth und Melinda Pusztai, Stiftungsgründerin, die Arbeit von Egész Évben Adni Jó. „Sehr emotional wurde es, als Melinda ihre Arbeit und die der Stiftung überzeugend präsentierte, in Worten und in beeindruckenden Bildern […] Denn Melinda und ihre Mitstreiter sind genau dort aktiv, wo die Not sehr groß ist: bei Familien mit Kindern; bei Kranken und Alten; dort, wo das Einkommen nicht ausreicht, ein menschenwürdiges Leben zu führen.“, so Brigitte Betz aus Cserszegtomaj.

Zwischendurch gab es musikalische Einlagen von der Band Bob UK und auch der Frauenchor aus Gyenesdiás mit Györgyi, Magdi, Ili, zweite Györgyi, Dudi und Margit sangen bekannte ungarische Lieder, wie „Ha én rózsa volnék“ und “Tavaszi szél vizet áraszt”, und wurden hierbei von Bob UK Gitarrist Reinhold Maier instrumental und gesanglich begleitet. Als musikalische Überraschung brachte Restaurantbesitzer Gábor Szita eine wunderbare spontane Einlage auf seinem Saxophon.

Die Band Bob UK.

Die Mitglieder der Band Bob UK, Maggie und Chris Kunze, sowie Thomas Joas und Reinhold Maier, verzichteten für den guten Zweck auf ihre Gage und spendeten den vollen Betrag der ungarischen Stiftung.

Deutsche, Schweizer und Österreicher mit dabei

Ápárd Dongó bedankte sich im Nachhinein für die Veranstaltung mit folgenden Worten: „Es war eine Freude zu sehen, dass so viele Menschen für eine gute Sache zusammengekommen sind und der Stiftung ihre Unterstützung angeboten haben. Besonders erfreulich war, dass die Solidarität keine Grenzen kannte und dass Deutsche, Schweizer und Österreicher vertreten waren und die Sprachbarrieren überwunden haben.“ Melinda bedankte sich bei allen Anwesenden, einen besonderen Dank bekam Margit Kanter-Kissenberth, die ihr die Angst genommen hat, vor so vielen Menschen zu sprechen. „Ich sage immer: Es nützt mir nichts, wenn ich diesen Elan habe, aber keine solche Gemeinschaft. Denn alleine kann ich nichts bewirken.“

Der Tag war für die beide Frauen, Melinda und Margit, lang und anstrengend, denn unterstützt von weiteren deutschsprachigen und ungarischen Helfern waren sie an diesem kalten und windigen Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt in Hévíz, wo sie die Möglichkeit bekamen auf die Stiftungsarbeit mit einem kleinen Informationsstand aufmerksam zu machen und gegen Spenden Kuchen anzubieten.

Somit konnte der amtliche Buchhalter nach dem Öffnen aller Spendendosen des Tages zuzüglich der Musikergage eine Spendensumme von über eine Million Forint zählen und an die Stiftung offiziell überreichen.

„Geben ist seliger denn Nehmen“

Maggie und Chris Kunze bedankten sich bei den Anwesenden mit den Worten „Tatsächlich ist es so, dass man das ganze Jahr ein wenig auf seine bedürftigen Mitmenschen achten und etwas abgeben sollte. Dies ist nicht nur mildtätig, sondern es erfreut das eigene Herz. Geben ist seliger denn Nehmen. Wir spüren es selbst, wie schön das Gefühl ist, anderen Menschen eine Freude zu machen. Dieses Gefühl auch auf jene auszuweiten, deren Leben durch Schicksalsschläge geprägt ist, sollte uns zum Bedürfnis werden und uns ermuntern das ganze Jahr über einen Spendenteil zu ermöglichen, welcher genau dort ankommt, wo er hin soll! Dies ermöglicht uns Melinda mit ihrer Herzensgüte und ihrer unerschöpflichen Bereitschaft, bedürftigen ungarischen Familien ein Stück Lebensqualität zu geben. Dort, wo Hilfe gebraucht wird, ist Melinda mit ihrer Stiftung zur Stelle.“

Heike gab den Organisatoren folgende Rückmeldung: „Es war schön für mich, dass ich am Samstag dabei sein konnte. Man möchte den Ungarn natürlich gerne etwas zurückgeben, wenn man schon hier in ihrer Gemeinschaft leben kann. Nun weiß ich für die Zukunft auch, wo Spenden gebraucht werden und wie sie die Bedürftigen zuverlässig erreichen.“ Und Armin fasste die Veranstaltung treffend zusammen: „Ihr leistet eine hervorragende und wünschenswerte Arbeit, um bedürftige Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Strahlende Kinderaugen zu sehen, die sonst nichts haben, selbst wenn sie nur eine Tafel Schokolade bekommen. Welch ein Irrsinn, wo wir anderen alles haben und es uns leisten können. Deswegen sind wir gefordert, Melinda und Margit zu helfen, damit Menschen in Notsituationen geholfen wird. Allein durch unsere christliche Kultur bedarf es der Unterstützung für diese, unsere Mitmenschen. Der Dank geht an alle, die hier tätig sind.“

Die Initiatoren, Stiftungs- und Gemeindemitglieder, sowie alle anwesenden Unterstützer hatten einen gelungenen Abend, der allen eindrucksvoll-positiv in Erinnerung bleiben wird.

Bewusstsein für Bedürftige geschärft

Mittlerweile wurde auch die regionale Presse auf die deutsch-ungarische Zusammenarbeit auf der wohltätigen Ebene aufmerksam und berichtet über diesen bemerkenswerten Zusammenschluss. So war am 18. November auch der regionale Fernsehsender Keszthely TV vor Ort und schrieb über die Veranstaltung: „Wenn die Weihnachtszeit naht, sollten wir uns auch um die Bedürftigen kümmern! Die Stiftung Egész évben Adni jó hat mit einem musikalischen Wohltätigkeitsabend das Bewusstsein für Bedürftige geschärft. Ziel des Programms war es, mehr als hundert Familien dauerhaft mit Lebensmitteln zu versorgen.“ Den ungarischsprachigen Bericht kann man unter dem Titel „Német jótékonyság a magyar rászorulókért“ hier sehen.

Bis zum 10. Dezember haben Melinda und ihre Unterstützer nun alle Hände voll zu tun und würden sich über freiwillige Helfer freuen. Es werden gerne noch Süßigkeiten, wie Schokolade, für die Kinder entgegengenommen, da man ihnen damit eine besondere Freude machen kann, da sie über das Jahr keine Süßigkeiten bekommen. Wer mit zur Hand gehen möchte, es wird noch tatkräftige Hilfe beim Einpacken der Weihnachtsgeschenke benötigt. Ebenfalls wurde der Stiftung Feuerholz aus Kaposvár angeboten, wofür man ein Fahrzeug und noch 2 bis 4 helfende Hände benötigt. Ab dem 10. Dezember werden die Weihnachtspakete an die bedürftigen Familien verteilt. Melinda mit Margit zusammen sind beide persönlich dabei.

Gemeinsam Gutes tun

Melinda bedankte sich bei allen Beteiligten und Unterstützern „Ich möchte mich besonders bei Margitka (Margit Kanter-Kissenberth) bedanken, ohne die dieses deutsch-ungarische Netzwerk hier nicht zustande gekommen wäre. Sie investiert viel Zeit in die Aktivitäten und Organisation der Stiftung. Sie ist die Ehrenbotschafterin meiner Stiftung. Margitka hat sich etwas Großes erträumt, denn sie ruft die Deutschen und Ungarn dazu auf, zusammenzuhalten und es zeigt sich, dass sie damit Erfolg hat. Denn dank ihrer guten Organisation, ist eine Gemeinschaft entstanden, wo wir gemeinsam Gutes tun. Ich kann meine Dankbarkeit nicht genug ausdrücken.“

Die Stiftung kann das ganze Jahr über unterstützt werden, egal ob mit einer finanziellen Spende oder Sachspenden, wie haltbare Lebensmittel, unbeschädigte Kleidung und Spielsachen, Bettwäsche oder auch Möbel. Bis zum 10. Dezember werden aktuell nur Sachen für Weihnachten entgegengenommen.

Das Büro der Stiftung befindet sich in Gyenesdiás im Erdgeschoss des Liget Plaza, Kereskedők útja 4, 8315 Gyenesdiás, wo Spenden montags, mittwochs und freitags zwischen 11 Uhr und 14:30 Uhr persönlich abgegeben werden können. Geldspenden können auch gerne direkt auf das Stiftungskonto überwiesen werden:

Egész Évben Adni Jó Alapítvány

Kontoverbindung innerhalb Ungarns: 11749039-25213412-00000000

Kontoverbindung international: IBAN: HU29117490392521341200000000  SWIFT/ BIC: OTPVHUHB

Kontakt auf Ungarisch über Melinda Pusztai: pusztai.melinda75@gmail.com

Kontakt auf Deutsch über Margit Kanter-Kissenberth: adnijo2022@freemail.hu

 

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