Gedenken an den ermordeten Polizisten Péter Baumann, der nur 29 Jahre alt wurde. Foto: MTI/ Zoltán Máthé

Kriminalität

Drogensüchtiger Randalierer ermordet Polizisten

Am späten Donnerstagabend griff ein mutmaßlich unter Drogen stehender 35-jähriger Mann drei Polizisten mit dem Messer an. Alle drei Polizisten wurden verletzt, einer starb an den Folgen eines Stichs in die Herzgegend.

Die Streife war von Anwohnern eines Wohnblocks in die Lecke utca im 11. Stadtbezirk von Budapest gerufen worden, wo ein aggressiver Mann versuchte, in eine Nachbarswohnung einzudringen. Die drei Polizisten wollten dem Randalierer Handschellen anlegen, als dieser unvermittelt mit einem – laut Polizeibericht – 17 cm langen Messer auf die Beamten losging. Er verletzte alle drei Polizisten, einen von ihnen so schwer, dass dieser den Folgen der Stichwunde wenige Stunden später im Krankenhaus erlag. Als der Täter die Flucht auf die Straße antrat, wurde er von einer weiteren herbeieilenden Polizeistreife nach einem Warnschuss mit einem gezielten Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt.

Der vorbestrafte Täter stand bereits wegen Randalierens und Körperverletzung vor Gericht, wo er jedoch mit einer Bewährungsstrafe davonkam. Ein weiteres Verfahren lief. Der mit nur 29 Jahren ermordete Polizist Péter Baumann wurde postum befördert. Die Beerdigungskosten übernimmt die Polizei. Die zwei anderen Polizisten erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Der angeschossene Täter wird von der Klinik direkt in U-Haft überführt, wies die Staatsanwaltschaft an.

In diesem Haus im 11. Stadtbezirk von Budapest sorgte ein Drogensüchtiger für eine Tragödie. Foto: MTI/ Tamás Mátyus

3 Antworten auf “Drogensüchtiger Randalierer ermordet Polizisten

  1. Bei der Polizeiausbildung muß der Eigensicherung mehr Gewicht eingeräumt werden.
    Ein Angreifer der einen Polizisten mit einer Waffe angreift darf diese Attacke nicht überleben.
    Das würde das Ansehen der Polizei stärken und auf andere potenzielle Amokläufer abschreckend wirken..
    Mein Beileid an die Baumann Familie.

    1. Es ist erschreckend, wie wenig die Polizisten auf aggressive Mitmenschen vorbereitet sind.
      Im konkreten Fall stellte sich heraus, dass der später getötete Polizist dem Mann bereits das Messer abgenommen und “verstaut” hatte, als das Licht im Hausflur plötzlich ausging. In dieser Situation reagierte der Gangster am schnellsten, konnte dem Polizisten im Dunkeln das Messer wieder “abnehmen” und daraufhin die tödlichen Stiche ausführen bzw. die beiden im Dunkeln tappenden Kollegen verletzen. Es lag also nicht an den Polizisten, sondern war blanker Zufall, dass wir heute nicht von drei Toten schreiben müssen.

  2. Ob hell oder dunkel, drei bewaffnete Polizisten werden von einem Angreifer verletzt/getötet und er entkommt sogar aus dem Haus auf die Straße…
    Ein Ding das unmöglich passieren darf.
    Lieber die “Menschenrechte” des Angreifers ignorieren, als hinterher im Sarg enden…
    Das ist meine Meinung dazu, nach persönlichen Erfahrungen in vielen Ländern. Oft schaut man schon als braver Autofahrer in den Lauf einer Dienstpistole, bevor überhaupt klar ist was die Uniformierten von einem wollen. Fahren Sie mal mit einem Mietwagen z.B. in der Türkei herum…

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