Skurriler Kriminalfall

Donau-Bad mit geklautem Handy

In einem Hotel in der Innenstadt von Budapest hatte ein Mann nichts Gescheiteres zu tun, als an der Rezeption ein Mobiltelefon zu stibitzen.

Der Diebstahl blieb dem Sicherheitspersonal des Luxushotels nicht verborgen, das dem flüchtigen Ganoven nachstellte. Die Wachleute staunten aber nicht schlecht, als sich der Täter vor ihren Augen in die eiskalten Fluten der Donau stürzte, um sich mit seiner Beute auf die andere Seite des Flusses zu schlagen. Das geschah inmitten der vielen Anlegestellen von Fahrgastschiffen, aber doch einige hundert Meter von den nächsten Donaubrücken entfernt, was die waghalsige Tat rechtfertigen mag, auf der Flucht vom Sprint zur Schwimm-Disziplin zu wechseln.

An einem Wettschwimmen hatten die Verfolger freilich kein Interesse, die mit ihren Mobiltelefonen auf dem Trockenen geblieben lieber die Polizei verständigten. Die rückte mit Spezialeinheiten der Wasserpolizei an, die aber lange brauchten, ehe der widerspenstige Dieb aus der Donau an Bord gezogen werden konnte. Der 32-Jährige war in der Zwischenzeit dermaßen unterkühlt, dass er in eine Klinik überstellt werden musste. Freilich geschah dies unter strengstem Polizeischutz, denn wie sich herausstellte, hatte die Polizei einen gewissen Lajos T. aus dem Fluss geangelt, der längst zur Fahndung ausgeschrieben war, weil er eine abzusitzende Haftstrafe nicht antreten wollte. Wie das gestohlene Handy den Donau-Ausflug überstanden hat, ging aus dem Polizeibericht nicht hervor.

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