Kriminalität

Der Schafhirt war ein Terrorist

Mit Hilfe der Antiterrorzentrale (TEK) wurde einer der meistgesuchten Verbrecher gefasst.

Wie die Polizei auf ihrem Portal informierte, gelang der Zugriff am Dienstag in dem kleinen Ort Kutasó im Komitat Nógrád. Dort hatte sich der 41-jährige István Sz. als Schafhirt verdingt, nachdem er vor Monaten untergetaucht war. Der über die ungarische wie die rumänische Staatsbürgerschaft verfügende Mann schloss sich jener Hunnia-Bewegung radikaler Nationalisten an, die in den Jahren 2007/08 – zur Zeit der sozialistisch-liberalen Gyurcsány-Regierung – mutmaßlich Gewalttaten gegen Politiker verübte.

Den Leiter der Bewegung, György Budaházy, hatte ein Gericht 2016 zu insgesamt 13 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Verfahren musste jedoch wegen schwerer Fehler neu aufgerollt werden. Im neuen Verfahren wurde Budaházy in erster Instanz vom Gerichtshof Budapest als Terrorist eingestuft und die Zuchthausstrafe auf nunmehr 17 Jahre festgesetzt. Während der Anführer der Hunnia-Bewegung seither im Gefängnis auf die Ansetzung der Berufungsverhandlung wartet, hatte es István Sz. vorgezogen, sich der Justiz zu entziehen. Als Drittbeklagter in dem großangelegten Verfahren wurde er in Abwesenheit zu 15 Jahren Haftstrafe verurteilt.

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