Das war ein Frühlingsanfang nach Maß! Fotos: MTI/ Zsolt Czeglédi

Wetterspitzen

Das Jahr 2022 war warm und trocken

Nur 2019 und 2018 war es noch wärmer als 2022, die Trockenheit des zurückliegenden Jahres hatte derweil viele Vorbilder.

Die Meteorologen vom Wetterdienst OMSZ ermittelten für 2022 eine mittlere Jahrestemperatur von durchschnittlich 11,83°C, die damit um 1,1°C über dem langjährigen Mittel der letzten drei Jahrzehnte rangierte. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901 gab es nur zwei Jahre, die noch wärmer waren. Im Vergleich zu 1901 ist die mittlere Temperatur über das Jahr hinweg landesweit um durchschnittlich 1,45°C gestiegen, in mancher Gegend aber sogar um 1,8°C.

500 mm Regen und 2.500 Sonnenstunden

Die Niederschlagsmenge erreichte im Landesdurchschnitt übers Jahr 497 mm; gleich in 16 Jahren wurden noch geringere Niederschläge gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel fielen letztlich vier Fünftel der gewohnten Niederschläge, was aber einer Korrektur durch intensive Regenfälle im September und Dezember zu verdanken ist. Von Januar bis März 2022 kam so wenig Schnee und Regen runter, wie zuvor nur Anfang 1918 und 1949 erlebt. Frühling und Sommer waren immer noch zu trocken, für ein weiteres Extrem sorgte dann der Oktober, als nur ein Fünftel der gewohnten Regenmenge fiel. Csörnyefölde in Zala konnte im Gesamtjahr 800 m Niederschlag sammeln, Szolnok musste mit weniger als 310 mm auskommen. Auf Tiszakarád prasselten in nur 24 Stunden 123 mm hernieder, die dickste Schneedecke wurde natürlich auf dem höchsten Punkt des Landes, dem Kékestető, gemessen, mit 28 cm am 12. Dezember.

Die Dauer der Sonnenstunden bewegte sich zwischen 2.100-2.300 Stunden im Nordwesten des Landes (Győr-Moson-Sopron und Vas) und 2.450-2.550 Stunden im südlichen Teil der Tiefebene. Der heißeste Tag war der 23. Juli, als in Hódmezővásárhely, Kiskunfélegyháza und Szikáncs gleichermaßen 41,5°C gemessen wurden. Pocsaj im Komitat Hajdú-Bihar verzeichnete derweil am 13. Januar den Kälterekord des Jahres, bei -18°C.

Erst Regen, dann Frostnächte

Kälter wird es nun leider auch am ersten Frühlings-Wochenende. Ab Freitagabend kann es von Norden und Nordwesten her zunächst in Transdanubien Regenschauer geben. Der Wind frischt auf, die Tageshöchstwerte fallen von 20-25°C am Freitag auf nur noch 13-18°C am Samstag zurück. In der Nacht zum Sonntag kann sich örtlich wieder Bodenfrost einstellen. Am Sonntagabend ziehen dann dicke Wolken auf, die bis Montag für kräftigere Regengüsse sorgen werden. Die Nächte zum Dienstag und Mittwoch versprechen klirrenden Frost (bis zu -10°C!), tagsüber werden kaum noch 5-10°C erreicht.

 

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