Heißluftballon

Ausflug mit bösem Ende

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der mit seinem Heißluftballon einen schweren Unfall heraufbeschwor. Das Unglück ereignete sich am 5. September 2020 in Vál, südwestlich von Budapest.
26. August 2022 16:00

Der Mann startete mit drei Gästen an Bord mit seinem Heißluftballon zu einem Rundflug. Zwar besaß der Mann einen Flugschein, aber keine Genehmigung für eine gewerbliche Tätigkeit. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle, die Landung auf einem Acker misslang jedoch. Der Korb setzte wiederholt und derb auf, woraufhin eine Gasflasche umkippte, aus der Gas auszuströmen begann. Weil der Ballonführer auch den Brenner noch nicht verschlossen hatte, entzündete sich das Gasgemisch – der Korb stand im nächsten Augenblick in Flammen.

Doch statt das Feuer zu löschen und sich um die Passagiere zu kümmern, flüchtete der Ballonführer als erster aus dem Korb. Zwei seiner Gäste gelang der Sprung auf die Erde aus eigener Kraft, eine Frau blieb jedoch im Korb zurück. Der trieb nun führungslos in die Lüfte, wo sich eine Explosion ereignete, die den Ballon zum Absturz brachte. Die einzig an Bord zurückgebliebene Frau kam dabei sofort ums Leben. Die beiden anderen Passagiere erlitten Brandwunden mittleren Grades, mit bleibender Verstümmelung der Fingerspitzen. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann verschiedene technische Vorschriften zum Umgang mit Gas missachtet hatte. Für den durch ihn herbeigeführten Unfall mit Todesfolge droht ihm nun eine Haftstrafe.

 

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