Tourismus

Alter-neuer Aussichtsturm

Das Kohlebergwerk bei Dorog ist seit Jahrzehnten geschlossen, aber Touristen sind neugierig!

Die südlich von Esztergom liegende Kleinstadt Dorog war in sozialistischen Zeiten eine der Hochburgen der Braunkohleförderung im Lande. Der Niedergang des Bergbaus begann schon in den 1980er Jahren, der letzte Schacht wurde 2003 geschlossen.

Aber Dorog ist ein Symbol geworden! Das Stollennetz für den Kohletransport im Dorog-Gebiet war in seiner Blütezeit über 36 Kilometer lang. Die Stollen verbanden die Bergwerke in den Dörfern Annavölgy, Csolnok, Dorog, Sárisáp und Tokod.

Das 1981 errichtete Bergbaudenkmal, ein hochgelegener Förderturm, wird in den nächsten Jahren für gut 200 Mio. Forint zu einem Aussichtspunkt umgebaut, teilte ein Sprecher der Bergbaugesellschaft mit. Bei der Rekonstruktion des 16 Meter hohen Turms wird die obere Ebene in eine Aussichtsterrasse umgewandelt, wobei der bestehende Aufbau so weit wie möglich erhalten bleiben soll.

Die Treppe wird so angelegt, dass sie sich an die Außenkonturen anpasst, und auf der Stadtseite werden „Ebene für Ebene“ Ruhezonen eingerichtet. Die bestehende Beleuchtung des Turms wird beibehalten, aber für nächtliche Nutzungszwecke zusätzlich beleuchtet.

Der Aussichtsturm wird das touristische Angebot des nahe gelegenen Reimann-Bergbaumuseums ergänzen. Ein Ausstellungsraum im Turm wird an 230 Jahre Kohlebergbau erinnern.

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