Bootsunglück

Alle Leichen geborgen

Am Montag wurde bei Verőce auch die letzte vermisste Person nach dem schweren Bootsunglück auf der Donau gefunden. Damit ist nunmehr traurige Gewissheit, dass der tragische Unfall mit sieben Todesopfern einherging.

Als letzte noch vermisste Person wurde am Montag die 18-jährige Daniella geborgen. Das gab die Polizei am Abend bekannt. Damit bleibt der Italiener, der sich mit schweren Kopfverletzungen ans Ufer retten konnte, der einzige Überlebende von Bord des Motorboots, das offenbar mit rasanter Geschwindigkeit gegen ein Hotelschiff geprallt war. Der Zusammenstoß ereignete sich eine Woche zuvor in der Nacht zum Sonntag, von den acht Personen auf dem Boot wurden noch in der Nacht ein Mann und eine Frau tot geborgen. Erst ab Mittwoch gab der Fluss die vermissten fünf Opfer nach und nach frei; eine Leiche spülte die Donau sogar erst südlich von Budapest an Land.

Der tschechische Kapitän des Hotelschiffs „Heidelberg“ wurde wegen unterlassener Hilfeleistung in Gewahrsam genommen und wartet nun unter Hausarrest auf das Verfahren. Das Schiff setzte seine Fahrt nach erfolgter Beweisaufnahme in Richtung Passau fort. Nach bisherigem Erkenntnisstand war der Bootsführer betrunken, der wild kreuz und quer über die Donau gerast sein soll, schließlich direkt das viel größere Hotelschiff aufs Korn nahm, den Zusammenstoß aber letztlich nicht mehr vermeiden konnte.

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