Der Grenzfluss Dráva (Drau) zwischen Ungarn und Kroatien führt kaum noch Wasser. Foto: MTI/ György Varga

Wetter am Wahltag

Abkühlung für Hitzköpfe

Am Donnerstag erreichte eine markante Kaltfront das Land.

Überhitzte Gemüter bei den anstehenden Parlamentswahlen liegen also gewiss nicht am Wetter. Am Wahlsonntag werden die Temperaturen auch tagsüber kaum über 5°C klettern, begleitet von Regen, Schneeregen und in höheren Lagen sogar von Schnee. Der teils stürmische Wind beeinträchtigt das Komfortgefühl zusätzlich.

Die über Tage anhaltenden Niederschläge haben durchaus ihre gute Seite. Gerade erst zu Wochenbeginn musste die Wasserwirtschaft nämlich in acht Gebieten des Landes den Wassernotstand erster bzw. zweiter Stufe ausrufen. Hinter dieser Deklaration steckt die Vorbereitung auf Schutzmaßnahmen, damit der steigende Bedarf etwa von Seiten der Landwirtschaft nicht zu Wassermangel führt. Die Meteorologen schätzen das Niederschlagsdefizit seit vergangenem Mai bereits auf 2,5 Monate. Im hinter uns liegenden Monat März fielen nur 5% der gewohnten Niederschlagsmenge. In einem längeren Trend trocknet das Land seit nunmehr fünf Jahren systematisch aus. Bis Sonntagabend rechnen die Experten mit ungefähr 20 mm Regen im Landeswesten und im Südosten, mit 30-40 mm in der Landesmitte und im Norden bzw. mit über 50 mm westlich von Pécs und von Miskolc.

Foto: MTI/ György Varga

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