Das gleiche Bild bei der Siegerehrung: Thibau Nys (l.) im gelben, Siebe Deweirdt (M.) im roten und Márton Dina im weißen Trikot. Fotos: MTI/ Judit Ruprech

45. Tour de Hongrie 

Umkämpftes Finale

Zum Abschluss des 5-tägigen Radsport-Großereignisses stand am Sonntag die letzte Etappe über 173 km zwischen der „Hauptstadt“ des Plattensees, Siófok, und Pécs im Süden Ungarns auf dem Plan. Die Strecke mit insgesamt 2.341 Metern Höhenunterschied über die Mecsek-Bergkette sollte die Entscheidung über die Gesamtwertung liefern.
13. Mai 2024 12:05

Die Radprofis starteten auf dem Hauptplatz in Siófok am Fuße des Wasserturms. Als Ausgangslage trugen Thibau Nys das gelbe, Siebe Deweirdt das rote und Márton Dina das weiße Trikot. Martin Voltr begann mit dem grünen Trikot, da er in der Wertung direkt hinter Nys lag. Der Start verlief in einem äußerst zügigen Tempo. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der ersten Stunde betrug 49,1 km/h. Allerdings dauerte es wie schon am Vortag lange, bis sich schließlich eine Gruppe von Ausreißern absetzen konnte. Erst kurz vor Tamási bildete sich eine 11-köpfige Spitzengruppe.

Attacken auf die Trikots

Der britische Fahrer Mark Cavendish schickte sich an, das grüne Trikot zu erobern, indem er alle drei Zwischensprints für sich entscheiden konnte. Erst auf dem letzten Teil der Strecke, wo die Fahrer die gleiche Runde bei einer durchschnittlichen Steigung von 11% drei Mal bewältigen mussten, fiel er zurück.

Buchmann und Poels bleiben hinter Nys

Auf dem letzten Anstieg zum Ziel in der Nähe des Pécser Zoos gestaltete sich ein enges Rennen an der Spitze. Schließlich gelang es dem Niederländer Wouter Poels mit einem unglaublichen Sprint auf den letzten Metern, den Australier Damien Howson und den Deutschen Emanuel Buchmann noch zu überholen, um als Etappensieger die Ziellinie zu überqueren. Den vierten Platz konnte sich Thibau Nys sichern, der sich damit in der Gesamtwertung zum ersten belgischen Sieger der Tour de Hongrie kürte.  Gleich dahinter folgt Emanuel Buchmann. Das Treppchen komplettiert der Etappensieger Wouter Poels.

Der Vorjahressieger Marc Hirschi erkämpfte sich den fünften Platz der Gesamtwertung. Márton Dina konnte ebenfalls lange Zeit vorne mitfahren und das Rennen als bester ungarischer Rennfahrer abschließen. Somit gelang es ihm bereits zum vierten Mal, das weiße Trikot bei der Tour de Hongrie zu verteidigen.

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