Dominik Szoboszlai spielte bei der EM in Deutschland – angeblich verletzungsbedingt – enttäuschend, in punkto Selbstvermarktung hat er aber momentan keinen Grund, Tränen zu vergießen. Foto: MTI/ Tibor Illyés

Forbes-Ranking der Top-Athleten

Szoboszlai auf Platz 1

Nach dreijähriger Pause hat das Magazin Forbes im Vorfeld der Olympischen Spiele in Paris erneut seine Rangliste der „wertvollsten“ ungarischen Sportler erstellt.
7. Juli 2024 14:23

Laut Forbes soll die Liste zeigen, welche aktiven ungarischen Sportler mit internationalen Erfolgen seit September 2021 am besten in der Lage sind, eine Marke aufzubauen und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Das Ranking spiegelt sowohl die Fähigkeit der Athleten wider, Geld zu verdienen, als auch ihre sportlichen Leistungen.

Fußballer dominieren die Top 25

Fußballer sind in der diesjährigen Liste stark vertreten – zehn der 25 erfolgreichsten Sportler des Landes kommen aus der „Königs“-Disziplin. Fußball ist nach wie vor die Sportart mit der größten Zuschauerresonanz, insbesondere die Nationalmannschaft hat in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Drei aufeinanderfolgende Qualifikationen für Europameisterschaften, eine Serie von 14 Spielen ohne Niederlage im Berichtszeitraum und ein beeindruckender 4:0-Sieg gegen England in einem Auswärtspflichtspiel unterstreichen ihre Leistungsfähigkeit. Die direkte Qualifikation für die diesjährige EM-Endrunde sorgte für eine besondere Einheit zwischen Mannschaft, Profis und Fans.

Olympiasieger auf den Spitzenplätzen

Unter den Top-Platzierten finden sich aber auch mehrere Olympiasieger. Der dreimalige Goldmedaillengewinner im Fechten, Áron Szilágyi, hat einen großen Sprung vom letzten Ranking 2021 auf den 2. Platz gemacht. Sein Beispiel zeige laut Forbes, was ein bewusster, langfristiger und professioneller Markenaufbau erreichen kann. Obwohl Fechten nicht zu den finanziell lukrativsten Sportarten zählt, sei Szilágyi aufgrund seines professionellen Umgangs mit seiner Popularität bei Sponsoren sehr gefragt.

Auch der Schwimm-Olympiasieger, mehrfache Weltmeister und Weltrekordhalter Kristóf Milák hat es in die Top Ten geschafft, fiel jedoch vom dritten auf den sechsten Platz zurück. Auffällig sei zudem, dass erstmals keine Kajak-Kanu-Sportler und keine Handballerinnen in der Liste vertreten sind. Insgesamt finden sich nur noch vier Frauen in der Top 25, darunter die Ausnahmeschwimmerin vergangener Jahre, die „Iron Lady“ Katinka Hosszú.

Die Top 10

Die Top 10 der erfolgreichsten ungarischen Sportler wird angeführt von Dominik Szoboszlai, Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft und Profi beim FC Liverpool. Hinter ihm folgen der Fechter Áron Szilágyi und der Fußball-Torhüter Péter Gulácsi (RB Leipzig) auf den Plätzen 2 und 3. Die Schwimmerin Katinka Hosszú belegt den 4. Platz, Fußballer András Schäfer (Union Berlin) Platz 5. Schwimmer Kristóf Milák nimmt die 6. Position ein, gefolgt von drei weiteren Fußballern: Roland Sallai, Attila Szalai und Willi Orbán auf den Plätzen 7-9. Die Top 10 wird komplettiert durch den Radsportler Attila Valter.

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