Das Frauenteam im Wasserball spielte ein großartiges Turnier und machte im Finale noch dem Topfavoriten USA das Leben schwer. Fotos: MTI/ Tamás Kovács

Schwimm-WM

Silber für die Wasserballerinnen

In einem umkämpften Finale unterlagen engagierte Ungarinnen Favorit USA nur knapp mit 7-8 (2-3, 2-2, 1-0, 2-3) und holten damit sensationell Silber bei der WM in Doha.
19. Februar 2024 15:37

Am Dienstag stand noch die Männerauswahl im Rampenlicht, welche gegen Frankreich als Titelverteidiger ins Rennen ging. Die Mannschaft gelang es bis zum letzten Viertel in Führung zu bleiben, ehe 3:30 Minuten Den Franzosen gelang erst kurz vor Schluss der Ausgleich, dann drehten sie das Spiel überraschend und warfen den Titelverteidiger Ungarn aus dem Rennen. Gegen Serbien folgte die nächste Niederlage, so dass die Ungarn mit dem abschließenden Sieg gegen Montenegro nur noch Platz 7 erreichen konnten.

Alle Hoffnungen ruhten fortan auf den Frauen

Nach dem Ausscheiden der Männerauswahl richteten sich alle Blicke auf die Frauen-Nationalmannschaft, welche mit einer vorzüglichen Leistung ins Finale einzog. Am Freitagnachmittag wollte man mit einem Sieg gegen die USA die Sensation schaffen. Allerdings starteten die Spielerinnen der Vereinigten Staaten eines Favoriten würdig und gingen furios mit 3 Toren in Führung. Danach fanden die ungarischen Spielerinnen endlich ebenfalls ins Spiel und verkürzten bis zum Ende des ersten Viertels auf 2-3.

Auch im zweiten Viertel ging das erste Tor an die USA. Nach einer doppelten Überzahlsituation auf ungarischer Seite folgte der schnelle Anschlusstreffer. Nach dem 3-5 entschieden sich die ungarischen Coaches für einen Torhüterwechsel. Scheinbar irritiert trafen die Spielerinnen der USA mehrmals nur den Pfosten, Ungarn konnte so auf 4-5 verkürzen.

Greifbarer Traum machte nervös

Im vorletzten Viertel parierten die Torhüterinnen auf beiden Seiten hervorragend, ehe Ungarn erstmals seit Spielbeginn wieder ausgleichen konnte. Den Ungarinnen war im letzten Viertel die Nervosität anzumerken, denn in vielen aussichtsreichen Spielzügen schenkten sie dem Gegner durch Ungenauigkeiten den Ball. Die USA erzielten so erneut gnadenlos drei Treffer in Folge. In den letzten Minuten bäumte sich Ungarn nochmals auf und erzielte zwei Tore. Eines dieser Tore erzielte Rita Keszthelyi, die im Anschluss des Turniers zum MVP gekürt wurde. Mit dem letzten Angriff wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen, doch hofften die Ungarn in einer strittigen Szene vergeblich auf einen Strafstoß – der Sieg der USA war nun Tatsache.

„Natürlich ist es schmerzhaft, so zu unterliegen, da man nicht oft die Möglichkeit erhält, eine WM zu gewinnen. Aber wir haben nicht verloren, die USA haben dank einer starken Leistung gewonnen“, analysierte Coach Attila Mihók nach dem Abpfiff.

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