Verbandspräsident Sándor Csányi ist vielleicht schon bald wunschlos glücklich. Foto: MTI/ Tamás Kovács

Fußballverband

Nur das Nationalteam füllt das größte Stadion

Budapest hat Chancen, das Finale der Champions League 2026 oder 2027 auszurichten.
8. April 2024 16:30

Der ungarische Fußballverband (MLSZ) arbeitet in diesem Jahr mit einem Budget von 57 Mrd. Forint (145 Mio. Euro). MLSZ-Präsident Sándor Csányi verwies auf die Vergünstigung bei der Körperschaftsteuer (TAO), die seit 2011 zum Neubau von 40 Fußballstadien und der Anlage von 1.600 Fußballfeldern führte. Das neueste Stadion steht beim Zweitligisten Spartacus Nyíregyháza vor seiner Fertigstellung.

Nationalelf im Höhenflug

Der 71-jährige Geschäftsmann lobte die Entwicklung der Nationalmannschaft unter Trainer Marco Rossi, die in der FIFA-Rangliste um zehn Plätze auf Rang 26 vorrückte und in der EM-Qualifikation ungeschlagen blieb. Für die EM in Deutschland wäre er schon mit einem 3. Platz in der Gruppe und einem Aus im Achtelfinale zufrieden, das weniger heftig als das 2016 erlittene 0:4 gegen Belgien ausfällt.

Moderne Infrastruktur steht bereit

Csányi kritisierte aber auch die Nachwuchsarbeit und die fehlende Präsenz talentierter ungarischer Spieler in der Landesliga. Die Zuschauerzahlen in den Stadien hätten mittlerweile 4.000 pro Spiel erreicht, was aber immer noch sehr bescheiden ist. Die moderne Infrastruktur ist jedenfalls gegeben, so dass Ungarn in der Puskás-Arena mehrere EM-Spiele sowie Finals der UEFA-Klubwettbewerbe ausrichten durfte. Außerdem hilft Ungarn Landesverbänden seit der Coronapandemie mit Spielstätten aus – kriegsbedingt nehmen diese Unterstützung aktuell die Ukraine, Weißrussland und Israel in Anspruch. Was wirklich noch fehlt, seien ein Champions League-Finale in Budapest und die Teilnahme Ungarns an einer WM, was seit 1986 nicht mehr gelang.

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