Balaton-Schwimmen
Mit einem Tag Verspätung

Bei nunmehr idealen Außenbedingungen und Wassertemperaturen um 26-27°C wurde bereits am frühen Morgen um 7 Uhr der Startschuss am Nordufer von Révfülöp vollzogen. Von dort mussten die Sportler 5,2 Kilometer ans Südufer zurücklegen, denen 150 Boote und zahlreiche Rettungskräfte ein sicheres Geleit auf ihrem langen Weg ans rettende Ufer auf der anderen Seite des Sees boten.
Die Schnellsten brauchten solche Hilfe natürlich nicht: Während bei den Frauen Janka Juhász in 1:04:15 h im „Alleingang“ triumphierte, teilten sich bei den Männern Imre Barabás und Máté Hartmann die goldene Siegermedaille mit einem identischen Ziel-„Einlauf“ nach 1:01:54 h. Alle drei sind wenig überraschend Profis, Juhász ist zweifache Landesmeisterin, die Jungs gehören der Junioren-Nationalmannschaft an.
Die meisten der Teilnehmer aus 1.100 ungarischen Städten und Gemeinden sowie 51 Ländern waren aber keine Profis, sondern tapfer gegen die Fluten des Plattensees ankämpfende Amateure. So ist der 70-jährige Béla Gurbán seit dem Auftakt des Balaton-Durchschwimmens 1979 in jedem Jahr mit dabei. Im breiten Feld schwamm auch der angehende zweite ungarische Astronaut, Tibor Kapu, mit. Der Paratriathlon-Sportler Gábor Czene absolvierte die Distanz gleich drei Mal, so dass er im Gegensatz zur breiten Masse der Sportler am gleichen Ufer wieder aus dem Wasser stieg.
