Wanderungsbewegung
Wende ein Jahr verspätet
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Im vergangenen Jahr wurde ein lange anhaltender Trend durchbrochen: Erstmals wanderten weniger Ungarn ins Ausland aus, als von dort in die Heimat zurückkehrten. Zumindest geht das aus den Zahlen des Statistischen Amtes (KSH) hervor, wonach sich noch 21.900 Ungarn in die Ferne sehnten, gemessen an Rekordzahlen von jeweils über 30.000 in den Jahren 2014 und 2015. Derweil kehrten 23.200 in Ungarn geborene Bürger zurück, die sich früher anderswo angesiedelt hatten. Die Zahl der Rückkehrer lag bis 2013 unter 10.000 im Jahr; seit 2017 sind es stabil mehr als 20.000 jährlich. Allerdings räumt das KSH selbst ein, dass sich diese Zahlen schwer schätzen lassen. Die Zahlen für 2018 wurden nachträglich so massiv korrigiert, dass die ursprünglich schon für jenes Jahr ausgewiesene Wende nun erst 2019 eintrat. Immerhin sagt der Trend eindeutig aus, dass der Überhang an Auswanderern seit 2014 immer kleiner wird und möglicherweise endgültig verschwunden ist.
