Der Parlamentsabgeordnete Ákos Hadházy denkt nicht ans Aufgeben. Fotos: Facebook/ Ákos Hadházy

Antiregierungsproteste

Was war gleich mit Ostern?

„Die Machthaber sind verunsichert, aber wer nun glaubt, man brauche nur noch die Tage bis zu ihrem Abgang zu zählen, der irrt sich gewaltig.“ Diese Warnung sprach Ákos Hadházy am Samstag in Budapest aus.

Der unabhängige Parlamentsabgeordnete hatte den wöchentlichen Antiregierungsprotest vom Dienstag bewusst auf das Wochenende verlegt, in der Hoffnung, mehr Demonstranten für seine Bewegung zu gewinnen. Es war die 18. Woche der ursprünglich wegen der Einschränkungen des Versammlungsrechts in Verbindung mit der Budapest Pride in Gang gesetzten Demonstrationen. Die anfänglichen Brückenbesetzungen fanden wegen der geringen Zahl der Teilnehmer zwar keine Fortsetzung, Hadházy will den Druck auf die Orbán-Regierung aber bis zu den Parlamentswahlen 2026 aufrechterhalten.

Pride war eine riesige Ohrfeige

Als Beleg für seine These von den verunsicherten Machthabern erinnerte der Oppositionspolitiker an die Ankündigungen des Ministerpräsidenten bei seiner Festtagsrede am 15. März, man werde bis Ostern Gesetze erlassen, um missliebige Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft sowie ausländisch finanzierte Medien und NGO bzw. die Pride zu verbieten. „Stattdessen zogen bei der Budapest Pride Hunderttausende durch die Stadt und vorläufig traut sich der Fidesz auch nicht mehr, das Gesetz, mit dem man seine politischen Gegner ausschalten wollte, durch das Parlament zu bringen“, resümierte Hadházy. Er wiederholte seine Sorge, Orbán könnte Wahlbetrug begehen, weil er alles für seinen Machterhalt tun würde. Die Pride war eine riesige Ohrfeige für das System, doch man dürfe hier nicht stehenbleiben, denn die hinterhältigen Fidesz-Gesetze müssten komplett zurückgezogen werden.

Besuch bei Familie Orbán

Der nächste Antiregierungsprotest wird in zwei Wochen, am 2. August vor dem Gut Hatvanpuszta stattfinden. Der als Korruptionsjäger bekannte Hadházy begründete das mit der offensichtlichen Lüge des Ministerpräsidenten, dieses Anwesen – das im Übrigen gar kein Privatbesitz, sondern ein Gewerbekomplex sei – gehöre nicht ihm, sondern seinem Vater.

Der nächste Protest soll vor dem Anwesen in Hatvanpuszta bei Felcsút stattfinden, das laut Ministerpräsident seinem Vater gehört.

3 Antworten auf “Was war gleich mit Ostern?

  1. Ja nun wem gehört das Anwesen denn ? Lässt sich das nicht prüfen ? Oder sind das Nebelkerzen, es wird schon etwas hängen bleiben. Und wenn V.O. nun die NGOs aus dem Land schafft spart der Bürger dadurch ja bares Geld. Hier in der BRD werden Milliarden für die staatliche NGO Hetze verschwendet. Ich denke die meisten in Ungarn haben noch alle Tassen im Schrank und der Kommunismus hat keine Chance dort. Wie auch immer, von den Leuten kommt nichts konkretes ,wie kann man das Leben der Menschen bessern, sie entlasten kann…Das haben die auch gar nicht vor ganz im Gegenteil. Aber klar ist auch ,die beste Staatsform hat die Schweiz.

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  2. Als ob die paar Hansele die Machthaber verunsichern könnten, dazu gehört mehr wie blöde Bilder, siehe Bild ,auf denen Herr Orban durchgestrichen ist, mehr ist Argumentativ dort wohl nicht zu holen. Die “Gegner” wollen ohne Argumente überzeugen und eigentlich spricht das eher gegen sie, um das zu begreifen braucht es aber Wille und Verstand, beides ist nicht vorhanden. Mit den allwissenden Ignoranten gibt es keine Diskussion. Habe mal Klimawahnsinnige angesprochen und nicht mal das Wissen, dass die Natur ca. 96 % vom CO² selber macht ist vorhanden, aber man wird sofort als Leugner bezeichnet, “6” setzen oder zurück in die Grundschule.

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  3. Orban ist nicht der erste Präsident der große Anwesen hätte. Erdogan und Putin gehen da voran, scheint eine Vorliebe von mächtig sein wollenden Männern zu sein.

    Abwarten, bis zur Wahl ist es noch eine Weile hin und so klein ist die Bewegung die eine Ablösung möchte, garnicht.

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