MSZP
Von Mindestlöhnen und einem Luxus-Kamin
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Den Ort hatten die Sozialisten nicht zufällig gewählt, befindet sich dort doch das Landgut der Familie des Ministerpräsidenten.
Die MSZP hatte bereits wiederholt gefordert, den jeweiligen Mindestlohn von der Einkommensteuer zu befreien. In Form von Steuergutschriften bis zu 321.000 Forint würde jeder Beschäftigte eine Lohnerhöhung erhalten, die den Unternehmen überhaupt nicht wehtut. Auf dem besagten Landgut laufe derweil eine Investition im Wert von 10 Mrd. Forint, berief sich der sozialistische Politiker auf Informationen des liberalen Nachrichtenportals hvg.hu. Es würden Straßen asphaltiert, eine Tiefgarage angelegt und ein Kamin gebaut, dessen Preis allein mit dem von Plattenbauwohnungen in Csepel mithalten könne. „Das sind alles so Dinge, die Viktor Orbán und seine Familie für ihren aristokratischen Lebensstil benötigen“, merkte Komjáthi an. Er fürchte nur, aus den Fenstern eines solchen herrschaftlichen Landsitzes sehe man nicht die ungarischen Realitäten. Der Ministerpräsident habe lange Zeit versucht, seine Landsleute mit Geschichten vom einfachen Mann aus der Mitte des Volkes zu verschaukeln. Dieser Versuch sei aber kläglich gescheitert.
