Párbeszéd

Vier Achtstundentage reichen

Die Párbeszéd reicht erneut ihre Vorlage zur viertägigen Arbeitswoche im Parlament ein.
29. November 2022 12:59

Die allgemein veränderten Arbeitsumstände, Automatisierung und Digitalisierung sprechen allesamt gegen die Fünftagewoche, erklärte Richárd Barabás auf einer Online-Pressekonferenz am Montag. Der Sprecher der linken Splitterpartei sieht diesen Trend durch Marktakteure bestätigt, die zwei Tage zur Erholung nicht mehr als ausreichend ansehen. Der Übergang zur Viertagewoche gehe laut Forschungen mit einer intensiveren und konzentrierteren Arbeitsleistung einher. Im Normalfall würde die Párbeszéd den Achtstundentag beibehalten und gesetzlich sicherstellen, dass Arbeitnehmer keine Lohnabzüge hinnehmen müssen.

3 Antworten auf “Vier Achtstundentage reichen

  1. Die Viertagewoche ist eine gute Maßnahme , sowohl von Unternehmensseite her betrachtet als auch aus der Position des Arbeitnehmers. Ich habe in den letzten 10 Jahren als AN auch die Viertagewoche gehabt (allerdings unter Abzug beim Gehalt), aber ich habe es gebraucht um mich zu erholen und es war eine erhebliche Verbesserung meiner Lebensqualität. Dafür habe ich an den 4 Arbeitstagen für das Unternehmen fast dieselbe Leistung erbracht wie vorher an 5 Arbeitstagen. Ich hatte mehr Energie und auch mehr Freude an der Arbeit. In meinem Fall habe ich den Mittwoch als arbeitsfreien Tag gewählt und vom Unternehmen wurde das möglich gemacht.

    1. Das ist schön zu lesen, und Lebensqualität ist natürlich ganz entscheidend, sobald das Auskommen gesichert ist.
      Aber Sie sagen es ja: Sie haben beinahe die gleiche Leistung erbracht, wie zuvor an 5 Tagen, aber mit Gehaltseinbußen.
      Heute lautet das Konzept, wie von der Párbeszéd vertreten: Weniger Zeit fürs gleiche Geld malochen.

      1. Bei demselben Gehalt hätte ich mich noch mehr über die 4-Tage-Woche gefreut, aber vor 15 Jahren war es schon eine Sensation, dass der AG sich überhaupt auf so ein ‘Experiment’ eingelassen hat. Und die Kollegen waren ehrlich gesagt auch neidisch, dass ich jede Woche einen arbeitsfreien Tag hatte. Nur mit dem Argument, ich bekomme dafür weniger Geld, konnte ich die Wogen einigermaßen glätten. Heutzutage sind die Voraussetzungen besser. Die Diskussion über die 4-Tage-Woche ist reif für eine Umsetzung.

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