Wahlen 2026
Viele wählen „auswärts“
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Die meisten Ungarn wollen in London wählen (mehr als 9.500), aber auch jeweils mehrere Tausende in Den Haag, München, Bern, Stuttgart und Wien. Bei den Parlamentswahlen 2022 gingen weniger als 65.500 Registrierungen ein. Dier verschlossenen Wahlurnen werden nach Ungarn transportiert und dort in bestimmten Wahllokalen den noch nicht ausgezählten Stimmen untergemischt. Im Inland haben sich 225.000 Ungarn umgemeldet, die aus verschiedensten Gründen nicht an ihrem angestammten Wohnort wählen können. Mehrere Wahlkreise in der Hauptstadt bekommen dadurch 4.-9.000 „Gastwähler“. Auf dem Lande haben sich besonders viele Wähler in Szeged, Győr, Debrecen und Pécs (jeweils 4.-5.000) registrieren lassen.
Die aktuellsten Prognosen
Fidesz-KDNP holen voraussichtlich 109 Mandate und damit eine absolute Mehrheit im neuen Parlament, schreibt das regierungsnahe Nézőpont-Institut gestützt auf seine aktuelle Mandatsschätzung. Von den 199 Sitzen im Hohen Haus sollen demnach 81 an die Tisza-Partei und den unabhängigen Kandidaten Ákos Hadházy gehen, ein Mandat geht an die Vertretung der Roma, acht Mandate holt die Mi Hazánk. Der Fidesz dürfte nach dieser Erhebung 66 der 106 Wahlkreise für sich entscheiden können. Die Wahlbeteiligung setzt Nézőpont auf den Rekord von 75% oder 5,72 Mio. gültige Stimmen an. Regierungskritische Meinungsforschungsinstitute halten derweil Rekordbeteiligungen von 80-90% für möglich und sehen die Tisza-Partei mit 500.-900.000 Stimmen vorne. In diesem Lager gewinnt die Tisza 112-147 Sitze, den knappsten Gewinn sehen Republicon und Publicus (mit jeweils neun Punkten) voraus, den höchsten Wahlsieg erwartet Medián mit 23 Punkten Vorsprung für die Opposition. Bei Medián und 21KK erlangt die Tisza auf Anhieb (die ja bisher nur bei Europawahlen antrat) eine Zweidrittelmehrheit.
