Studienplätze
Vergaberekord an Hochschulen
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Damit liegt die Zahl der Zulassungen zum dritten Mal in Folge über 90.000 Erstsemestern und erreicht einen neuen Höchststand. Besonders erfreulich ist, dass jeweils acht von zehn Studenten einen staatlich finanzierten Studienplatz erhalten haben. Im Vergleich zum Vorjahr wurden rund 2.500 zusätzliche staatliche Stipendien vergeben, was die wachsende Attraktivität des Systems belege.
Universitäten auf dem Lande im Fokus
Die Zulassungsergebnisse zeigen eine bemerkenswerte demografische Entwicklung. Die Hälfte aller neu zugelassenen Studenten wurde an Universitäten außerhalb von Budapest angenommen. Beachtlich ist auch, dass jeder fünfte Studienanfänger über 30 Jahre alt ist – ein klares Zeichen für die steigende Nachfrage nach Weiterbildung und lebenslangem Lernen. Die Pannon-Universität in Veszprém, die in diesem Jahr als Gastgeberin der zentralen Zulassungsfeier fungierte, verdeutliche den Erfolg der Hochschulen außerhalb von Budapest eindrucksvoll. Diese Bildungsstätte konnte ihre Neuaufnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 30% steigern, was einen landesweiten Spitzenwert darstellt.
Wirtschaftsnahe Fächer dominieren
Die beliebtesten Studienrichtungen spiegeln klar den Bedarf der Wirtschaft wider. Fast 21.000 Studenten wurden im Bereich Ingenieurinformatik aufgenommen, dicht gefolgt von den Wirtschaftswissenschaften mit knapp 20.000 Erstsemestern. Auch Pädagogik sowie Medizin und Gesundheitswissenschaften erfreuen sich großer Nachfrage. Sechs von zehn Studenten beginnen ihr Studium in einem Fachbereich, der als gesellschaftlich und wirtschaftlich besonders relevant gilt. Diese Entwicklung unterstützt das Regierungsziel, bis 2030 mindestens eine ungarische Hochschule unter die 100 besten Universitäten der Welt zu bringen. Prof. János Abonyi, Rektor der Pannon-Universität, betonte zudem den finanziellen Vorteil eines Studiums. Absolventen können mit einem mindestens 1,5-fach höheren Einkommen rechnen.
