175 Jahre Finanzministerium
Varga: „Wir gedenken unserer Vorfahren!“
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„Die heute so verbreitete sog. „Cancel Culture“ hat nur Verachtung für die Vergangenheit übrig“, warnte Varga und hielt dagegen: „Wer seine Vergangenheit nicht kennt, liefert sich den Umständen aus. Wir Ungarn lassen uns unsere Vergangenheit nicht nehmen, wir feiern unsere Vorfahren und gedenken ihrer!“
Erfolg der Revolution von 1848
Das eigenständige Finanzministerium war einer der ersten dauerhaften Erfolge der Revolution von 1848. Lajos Kossuth begann die vorbereitenden Arbeiten im April, im Mai nahm das Ministerium seine Tätigkeit auf, im Juli 1848 wurde der erste Haushalt verabschiedet. Neben Kossuth würdigte Varga historische Größen wie Menyhért Lónyay, Kálmán Széll und Sándor Wekerle, die allesamt durch ihr Wirken entscheidenden Anteil daran hatten, dass die finanzielle Unabhängigkeit Ungarns zustande kommen konnte.
Vor dem Umzug
Der amtierende Finanzminister erinnerte an den ersten Haushalt nach dem Ausgleich von 1867, in dessen Präambel stand: Ein Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Bedürfnissen herzustellen muss das wichtigste Leitprinzip bilden. „Wir müssen das Fahrrad nicht neu erfinden, von diesem Prinzip lassen wir uns auch heute leiten“, merkte Varga dazu an. Abschließend verwies der Ressortleiter auf den Umstand, dass es sich wahrscheinlich um die letzte Feierlichkeit im Ministeriumsgebäude handelte. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird nämlich auch das Finanzministerium ins Burgviertel umziehen.

