MSZP
Urlaub als Grundrecht
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Jene, die sich praktisch keinen Urlaub leisten können, sollten jährlich 100.000 Forint auf die Széchenyi-Urlaubskarte erhalten. Die MSZP denkt dabei u. a. an Großfamilien, Alleinerziehende, Invaliden und Behinderte sowie an die Mitarbeiter des Sozial- und Gesundheitswesens. Diese Maßnahme ließe sich gut ergänzen, indem Strandbäder als Eintrittspreis von Erwachsenen nur noch einen amtlich bei 600 Forint fixierten Preis verlangen dürften. (Heute bewegen sich diese Preise bereits um 2.000 Forint.)
Im Gegensatz zum Wunschdenken des Fidesz breite sich die Existenzangst aus. Immer mehr Firmen würden laut Gewerkschaftsangaben einmalig 100.-150.000 Forint an ihre Arbeitnehmer verteilen, weil diese trotz geregelter Arbeit in Armut fallen. Die Lohnerhöhungen zu Jahresbeginn erreichten im Schnitt nur 13-15%, während die Lebensmittel um 40% teurer wurden. Von der Regierung unabhängige Sozialexperten sprechen von einem knappen Fünftel der Hauptstädter, die unterhalb des Existenzminimums leben – auf dem Lande müssen sogar doppelt so viele Menschen mit weniger Geld auskommen.
