Der Fraktionsvize der Grünen, Máté Kanász-Nagy, tritt gegen einen Bürgermeister an, der den Stadtbezirk seit 30 Jahren führt. Foto: Sozialmedien/ Máté Kanász-Nagy

LMP

Urgestein der Politik herausgefordert

Die grün-alternative Partei tritt bei den Kommunalwahlen im 13. Stadtbezirk von Budapest gegen den sozialistischen Bürgermeister an.

Die LMP schickt ihren Fraktions-Vize Máté Kanász-Nagy gegen József Tóth ins Rennen, der den Stadtbezirk im Norden der Hauptstadt seit 1994 (!) führt. Zur Begründung wurde am Dienstag auf einer Pressekonferenz erklärt, in zahlreichen Städten und Gemeinden seien Kommunalvertreter im Amt, die nach langen Jahren nicht unbedingt mehr die beste Wahl sind.

Eine moderne Alternative

In diesem Sinne wolle man den Wählern eine Alternative, eine moderne Lösung anbieten. Der 13. Bezirk bekäme in der Person von Máté Kanász-Nagy einen „grünen“ Bürgermeister, der die Geschicke des Stadtbezirks als Ganzes in die Hand nehmen will. Der Kandidat selbst sprach sich für ein Ende der immer neuen und aggressiven Wohnparks aus. Die LMP weise die geplante Investition des sog. „Maxi-Dubai“ im Nachbarbezirk zurück und sei grundsätzlich gegen Wolkenkratzer und riesige Einkaufsmeilen inmitten der Hauptstadt.

Die Sozialisten sammeln derweil Unterschriften für einen Zusammenschluss der Opposition gegen den Fidesz in der Hauptstadt. Foto: Sozialmedien/ MSZP

Einheit nur bei Europawahlen?

Für die MSZP dürfte die Aktion der LMP ein weiterer Rückschlag sein. Die Sozialisten haben in Budapest eine großangelegte Unterschriftensammlung auf den öffentlichen Straßen und Plätzen in Gang gesetzt, um mit Rückendeckung von 100.000 Wählern des Oppositionslagers die anderen Oppositionsparteien zu einem Wahlbündnis gegen den Fidesz bei den Europawahlen am 9. Juni zu bewegen. Die Kommunalwahlen finden parallel am gleichen Tag statt. Politischen Beobachtern zufolge sorgt die Opposition für Verwirrung bei den Wählern, wenn mal für Geschlossenheit geworben wird, dann wieder für eigenständige Kandidaten.

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