DK
Überraschungsgast im Nordosten
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Die DK hielt am Montagabend ein Wahlkampfforum in Kazincbarcika ab. Ihre Vorsitzende und Europaabgeordnete Klára Dobrev sprach einmal mehr von der Notwendigkeit, die Präsenz einer starken Linken im Parlament zu sichern. Ihre Partei verstehe sie als „Systemopposition“, die sich wie keine andere politische Kraft um die Bedürftigen und das von der Orbán-Regierung abgehängte ländliche Ungarn kümmere.
Die Überraschung des Abends war jedoch Péter Jakab, der einst die ursprünglich rechte Jobbik (nomen est omen) immer weiter nach links führte, um schließlich eine eigene „Volkspartei“ zu gründen. Warum er nun für die Linksliberalen antrete, rechtfertigte der Oppositionspolitiker, dessen neue Partei von den Meinungsforschern nicht wirklich gemessen werden kann, mit einer früheren Solidaritätsbekundung von Seiten der DK. Denn seinen Kampf um vorgezogene Wahlen hätte allein diese Partei unterstützt. Die Notwendigkeit des Zusammenschlusses speise sich zudem aus der Befürchtung, Péter Magyar könnte ein zweiter Viktor Orbán werden. Unter Jakab hatte sich die Jobbik 2022 dem breiten Oppositionsbündnis angeschlossen, das den erneuten Wahlsieg von Fidesz-KDNP aber nicht verhindern konnte.
Klára Dobrev rechtfertigte die Kandidatur damit, dass Jakab nie gemeinsame Sache mit dem Fidesz gemacht habe. „2026 sollten sich nicht jene rechtfertigen müssen, die konsequent gegen diese Regierung gekämpft haben, sondern jene, die über Jahre von dem Orbán-System profitierten“, erklärte die Europaabgeordnete mit Blick auf den Tisza-Chef Péter Magyar. Die DK wolle mehr als einen einfachen Regierungswechsel, man wolle das komplette Orbán-System demontieren.
