Mi Hazánk
Tisza gleich Fidesz
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„Die Tisza-Partei hat einen weiteren globalistischen „Topmanager“ auf die Bühne treten lassen“, schrieb der Vorsitzende der Mi Hazánk in den Sozialmedien. Er reagierte auf die Präsentation „der künftigen Außenministerin“ Anita Orbán durch Tisza-Chef Péter Magyar. Frau Orbán reihe sich nahtlos ein in das Multi-Projekt mit István Kapitány von Shell, László und Márk Radnai von der Bertelsmann-Gruppe bzw. András Kármán von der Ersten Bank. „Bei den anstehenden Parlamentswahlen dürfen sich die Ungarn entscheiden zwischen dem Oligarchen Lőrinc Mészáros und dem BlackRock-Chef Larry Fink, zwischen dem Orbán-System und dem globalen Netzwerk der Finanzgewaltigen. Fidesz oder Tisza? Beide repräsentieren das Großkapital!“ Wer die Ungarn, die einheimischen Arbeitnehmer, Unternehmer und Landwirte an Stelle von Topmanagern globaler Netzwerke vertreten sehen will, sollte besser für die Mi Hazánk stimmen, meint Toroczkai.
Dubiose MOL-Stiftungen
Die Rechten treten zudem für eine „echte“ Verstaatlichung der MOL-Gruppe ein. Nach Darstellung des Energieexperten der Mi Hazánk, János Szajlai, habe die Orbán-Regierung vor mehr als zehn Jahren mit der Versorgungssicherheit und ihrer Politik der gesenkten Energiekosten begründet, warum der Energiesektor unter strategische Kontrolle gelangen müsse. Bei der strategisch überaus relevanten MOL-Gruppe, die für die Kraftstoffversorgung des Landes zuständig ist, spielte das jedoch keine Rolle, als 30% des Aktienpakets an Stiftungen Fidesz-naher Oligarchen verschoben wurden. So hätten zwei 2021 ins Leben gerufene Stiftungen unter Führung der MOL-Topmanager Zsolt Hernádi und Oszkár Világi bzw. der Fidesz-Denkfabrik MCC allein im vergangenen Jahr 67,2 Mrd. Forint an Dividenden eingesackt. Bei den aktuellen Börsenkursen werfe das Aktienpaket nur an Dividenden das Doppelte seines Kaufpreises ab. Deshalb fordert die Mi Hazánk eine Verstaatlichung, um den intransparenten Geldfluss via Stiftungen an Fidesz-Kreise zu stoppen.
