DK

Talente ohne Zukunft

Die Linksliberalen fordern mehr staatlich finanzierte Studienplätze.

„Das Leben der jungen Menschen wird grundlegend dadurch bestimmt, an welche Universität und welche Fakultät sie aufgenommen werden“, schrieb die DK-Vorsitzende Klára Dobrev am Mittwoch im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Zulassungszahlen an den Hochschulen des Landes. Die Sozialdemokratin beklagte, vor allem jene seien benachteiligt, die sich die Studiengebühren nicht leisten können und somit auf einen staatlich finanzierten Studienplatz angewiesen sind.

Dann konzentrierte die Europaabgeordnete ihre Kritik auf den Tisza-Chef Péter Magyar, der unlängst in Debrecen „frank und frei“ erklärt habe, es gebe viel zu viele staatlich finanzierte Studienplätze, mit der Tisza-Partei an der Regierung werden es ganz sicher nicht mehr. „Magyar sagte beim Straßenforum einem 19-Jährigen ins Gesicht, der könne sein Universitätsstudium auch privat finanzieren.“ Das seien leichtfertige Worte von einem, der in einer bürgerlichen Juristen-Familie aufwuchs. Péter Magyar war zudem Leiter der Zentrale für Studentendarlehen (DHK), die ein Interesse daran haben sollte, dass sich möglichst wenige junge Menschen hoch verschulden. Wer einen Systemwechsel propagiert, könne nicht wollen, dass die heutigen unseligen Zustände bewahrt werden.

Der Orbán-Regierung warf die DK-Vorsitzende vor, zu Zeiten linksliberaler Regierungen hätte es knapp 20.000 staatlich finanzierte Studienplätze mehr gegeben. Daraus errechnete sie nur für ein Jahrzehnt den Verlust von 200.000 Talenten, denen ihre Zukunft genommen wurde. „Das ist kein fehlerhafter Kurs, das ist ein Verbrechen, zumindest aus der Sicht der Linken“, erklärte Dobrev.

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