Sonntagsfrage
Stimmung klart sich auf
Bei der ersten Erhebung der politischen Stimmung nach dem Krisenjahr 2023 fand das Meinungsforschungsinstitut Medián im Auftrag der linksliberalen Wochenzeitung HVG heraus, dass nur noch 57% der Wähler meinen, die Dinge im Lande entwickelten sich in eine schlechte Richtung. Auf dem Tiefpunkt im vergangenen Jahr waren es noch 65%. Parallel zu dieser Entwicklung wollen aktuell noch 48% einen Regierungswechsel; im Vergleich zu 52% im Herbst.
Unter den sicheren Wählern würde jeder zweite den Regierungsparteien Fidesz-KDNP seine Stimme geben. Gleichzeitig ist das Lager jener Menschen gewachsen, die sich unsicher zeigen, ob sie überhaupt wählen sollen und wenn ja, dann wen. Unter allen Befragten sind mittlerweile 37% (!) verunsichert, was jedoch in erster Linie die Zahlen der Oppositionsparteien belastet. Nur fünf Formationen traut Medián aktuell zu, die bei den Europawahlen relevante 5%-Hürde zu überwinden: Die DK von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány wird derzeit bei 11% gemessen, die rechte Mi Hazánk bei 8%, die liberale Momentum bei 7%, die Satirepartei des zweischwänzigen Hundes bei 6% und die Mitterechtspartei Jobbik bei 5%. Unter den heute im Parlament vertretenen Parteien würden die sozialistische MSZP, die linksgrüne Párbeszéd und die grün-alternative LMP ohne Mandat bleiben.
