Die Sonntagsfrage
Stimmung im Keller, aber Fidesz unangefochten
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Dass sich die Dinge im Lande allgemein in eine schlechte Richtung entwickeln, glaubt laut Meinungsforschungsinstitut Medián eine absolute Mehrheit der Wähler. Die Erhebung von Ende Mai im Auftrag der liberalen Wochenzeitung HVG offenbarte, dass sich die wirtschaftliche Lage des Landes in den vergangenen zwölf Monaten nach Ansicht von 26% der Befragten verschlechtert habe, während gleich 46% von einer extremen Verschlechterung sprechen. Eine noch negativere Stimmungslage in der Bevölkerung erfasste Medián einzig zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Insgesamt 52% der Befragten bescheinigen der Orbán-Regierung eine schwache Leistung, unter denen 25% geradewegs die Note „ungenügend“ verteilen würden. Nur 38% wollen diese Regierung auch nach den nächsten Wahlen an der Macht sehen; im Kreis der Wähler, die unter der jetzigen Lage leiden, sind es nur noch 26%.
Dessen ungeachtet rangiert der Fidesz unter den sicheren Wählern auch bei Medián unangefochten vorn (mit 49%). Im Oppositionslager gibt die DK mit 14% den Ton an, gefolgt von einem starken Mittelfeld mit der außerparlamentarischen Satirepartei des zweischwänzigen Hundes (MKKP, 9%), der grün-liberalen Momentum (8%) und der rechten Mi Hazánk (7%). Wären am Sonntag Wahlen, würden vier heute im Parlament vertretene Parteien an der 5%-Hürde scheitern: die Mitterechtspartei Jobbik (4%), die Grünen von LMP (3%) und Párbeszéd (1%) sowie die Sozialisten (1%). Der vormalige Spitzenkandidat des Linksbündnisses, Péter Márki-Zay, würde mit seiner MMM nur 2% holen, ähnlich wie der einstige Jobbik-Chef Péter Jakab mit seiner NP.
