BMW-Werk Debrecen

Sorgen wegen Gastarbeitern

Es gibt heftige Debatten zwischen der lokalen Opposition und der Fidesz-Führung von Debrecen.
2. November 2022 10:25

In Verbindung mit dem Bau des BMW-Werkes wird befürchtet, dass tausende Gastarbeiter aus der Türkei, Pakistan und anderen Ländern in die ostungarische Stadt kommen, informierte Zsolt Zoárd Gondola, ein Vertreter des Vereins „Bürgerforum“. Die Gastarbeiter sollen in sog. Containerhäusern untergebracht werden, sagte er gegenüber dem Nachrichtenfernsehen ATV. Der DK-Parlamentsabgeordnete Zoltán Varga kritisierte, dass bei Ankündigung der Investition die Schaffung von ungarischen Arbeitsplätzen versprochen wurde. Jetzt sei von über 2.000 Gastarbeitern die Rede. Die Anwohner machten sich Sorgen um die öffentliche Sicherheit und die medizinische Versorgung.

19 Antworten auf “Sorgen wegen Gastarbeitern

  1. Oh je. Nun verbreiten auch noch die DK-Leute Angst vor Ausländern.

    Die Arbeitsplätze im neuen Werk werden nur entstehen, wenn das Werk auch gebaut ist.
    Offensichtlich gibt es in Ungarn nicht genügend Bauarbeiter, um das Werk in Debrecen zu errichten.

  2. Als ich den Artikel vor einigen Wochen las habe ich auch gedacht, dass ungarische Arbeitnehmer gefragt sind.
    Wenn Menschen aus entfernten Ländern dazu geholt werden dann soll BMW sich doch gleich dort niederlassen und dort den Arbeitskräften die Arbeitsplätze direkt anbieten.
    Das Wort “Container” ist nicht mit stabilen Familienverhältnisse verknüpft sondern mit Notunterkünften und mit der Ausbeutung von (meist) männlichen Arbeitskräften mit einer sehr einfachen Ausbildung.
    Ungarn hat mehr zu bieten. Die Menschen sind gut ausbildet, haben Familie und wollen sich beruflich und privat weiter entwickeln.
    Das verbinde ich mit Arbeitsplätzen in einer BMW-Niederlassung.
    Das ist kein Fortschritt sondern ein Rückschritt.

    1. BMW hat kein Interesse an Arbeitern für den Betrieb eines Werkes, die in Container hausen. Das widerspricht der Produktivitätssteigerung durch eingespielte Fertigungsprozesse. Man baut keine Autos mit Mitarbeitern, die in Übergangsunterkünften leben und nicht verwurzelt sind.

      Ein Werk hingegen zieht man mit Arbeitern hoch, die nach Fertigstellung wieder weiterziehen.

      Ungarn leidet an einem kontinuierlichen Rückgang an Erwerbsfähigen. Eingewanderte Rentner helfen da nicht, sondern verschärfen sogar die Situation, denn sie wollen selbst nicht mehr arbeiten, sondern andere für sich arbeiten lassen.

  3. Mir geht es um beides. Von 9 Millionen Ungarn werden 2000 fähig und willens sein ein Werk hochzuziehen.
    Wenn das mit den Palästinensern klappen würde dann gäbe es keine Diskussionen.

    Und was die Rentner angeht: laut Statista wandern jährlich 1500 deutsche Rentner ein und 500 wandern aus.
    Die paar Rentner machen den Kohl nicht fett :-)))

    1. Es werden wohl kaum Bauarbeiter aus Budapest oder Györ in Debrecen ein Werk hochziehen, wenn sie zuhause nah der Familie auch genügend Arbeit haben.

      Arbeitskräftemangel beklagen die Firmen in Ungarn zunehmend.
      In Deutschland versucht man diesem Problem mit Zuwanderung zu begegnen – das hatte vor einem halben Jahrhundert auch sehr gut funktioniert.

  4. Deutsche Rentner bringen Arbeit für die ungarische Wirtschaft (Hausreparatur etc,) und Nachfrage für den ungarischen Einzelhandel mit. Kosten für den ungarischen Staat sind kaum nennenswert, alles in allem ein positives Potential für Ungarn.

    1. Und wer soll die Arbeit machen, die die deutschen Rentner mitbringen?

      Wenn die Zahl der nicht mehr erwerbstätigen älteren Menschen in Ungarn sowieso immer weiter steigt und die Zahl der Erwerbsfähigen immer weiter sinkt, dann verschlechtern die deutschen Rentner das demographische Problem in Ungarn, auf das die Orban Regierung schlicht keine Antwort weiß.

      Immer weniger Handwerker und eine durch die deutschen Rentner steigende Nachfrage führen zu dem Problem, dass man keine Handwerker mehr findet, die etwas reparieren.

  5. Mein lieber Mann, hier wimmelts ja nur so von fachlicher Kenntnis. Es fehlen in Ungarn einfach die Fachkräfte in ausreichender Zahl. Grosse Projekte beginnen alle mit Verspätung. Und die Realität sieht leider anders aus, als in den Medien dargestellt. Sehr viel Firmen behelfen sich mit Gastarbeitern. Nicht nur zum aufbauen der Infrastruktur, sondern auch in der Produktion. Zum grossen Teil aus China, Thailand. Ohne “Gastarbeiter” würde auch Ungarns Wirtschaft nicht funktionieren.

    1. Dann macht bitte nicht den gleichen Fehler wie wir hier in Deutschland, holt die Fachkräfte wengistens von den Phillipinnen oder anderen nicht-muslimischen Ländern. Die Folgen sehen wir in der Nachbarschaft …nächtlicher Lärm wegen 3 Shisha-Bars und ihren mit teure Wägen Nachts laut anfahrenden Luxuskarossen, meine Tochter wurde bei einem Parkplatzstreit von einer Türkin an die Gurkel gefasst und die Staatsanwältin ließ kein Prozess zu “mangelndes öffentliches Interesse”. Bitte führt nicht die gleichen Diskussionen sondern wehrt diese bewusste “Islamisierung” ab die in Deutschland nicht mehr verhindert werden kann. In vielen Kindergärten wird Schweinefleisch von der “Karte” gestrichen…da eh fast nur muslimische Kinder. Viele hätten hier auch mehr Kinder doch die Abgabenlast für die Hamas, für jeden erdenklichen Schwachsinn ist immer größer geworden ..hier gibt es nur ein Aufschrei wenn mehrfach-Gewalttäter aus dem Nordafrikanischen Raum abgeschoben werden.

  6. Irgendwas ist immer … entweder fehlen die Arbeitskräfte oder man beklagt hohe Arbeitslosigkeit.

    Bloß China und Katar schaffen es, ihre großen Projekte ‘intime’ abzuwickeln.
    Da sind aber besondere Verhältnisse gegeben. Die einen haben viel Geld und die anderen eine besondere politische Situation, das heisst, China verfügt über die Disziplin von tausenden Mitarbeitern.

    Auf jeden Fall braucht Ungarn keine Mitarbeiter aus Ländern, die mit sich selbst nicht klar kommen. Vielleicht wären Vietnamesen interessant. Intelligent, diszipliniert, fleissig. Nur so als Vorschlag.

  7. Wie kommen Sie denn darauf, dass ein Türke 3mal so viel erwirtschaftet wie ein Vietnamese ?
    In der DDR wurden Vietnamesen gerne beschäftigt, wegen obiger Eigenschaften.

    Ja Tesla war intime (ist ja auch von unseren Freunden aus den USA durchgezogen worden ).
    Wir wollen jetzt nicht über den BER seufzen.

    1. BIP pro Kopf

      Auch China macht es letztlich nur über die Anzahl der Menschen.
      Schon Altkanzler Schmidt meinte sinngemäß:
      Ich mache mir keine Sorgen, solange 60 Millionen Deutsche soviel erwirtschaften wie 1 Milliarde Chinesen. 😀

      Heute sind es 82 Millionen und die Chinesen erwirtschaften mehr als die Deutschen, aber dennoch bleibt der Unterschied beim BIP pro Kopf erheblich.

      Und bei Regierungen und Regimen, die alles schönreden, muss man sowieso skeptisch sein.
      Die mächtige russische Armee erweist sich doch nicht so mächtig, wie der schöne Propagandaschein es versprach.
      Und in China feierte man in der Partei Rekordernten mit Weizen, der so dicht wuchs, dass ein Mann darauf gehen konnte – es folgte eine katastrophale Hungersnot.
      Korrupte Systeme höhlen nicht nur einen Staat aus, sie belügen sich auch noch selbst.

      1. Herr Hatzig, Sie meinen BIP pro Kopf ist bei Türken (in Deutschland) höher als bei Vietnamesen ?
        Kann ich mir konkret nicht vorstellen.

        Ja, die Chinesen machen es mit den Massen und das funktioniert. Zu Beginn von Corona wurde in Windesweile ein entsprechendes Krankenhaus errichtet. In China müssen keine Genehmigungen eingeholt werden. Das Erreichen des Zieles ist entscheidend.
        Aber Sie meinen nicht, dass China korrupt ist ? Wie soll das in diese politischen System definiert werden ?
        Ist ja auch egal. Wir wollen die besten Saisonarbeiter für Ungarn finden.
        Wer könnte das sein ?

        1. BIP/Einw. (nom.)
          Türkei 9.864 USD (2022)
          Vietnam 3.521 USD (2020)

          Und was China betrifft, kommt mir eben auch ein Bericht in den Sinn, bei dem es um Produktionsausfällen wegen Stromausfällen geht:
          Während hier in Deutschland der Untergang der Wirtschaft an die Wand gemalt wird, es aber eigentlich nie zu Stromausfällen kommt, gehört dies in China zur Realität auch in normalen Zeiten.

          Korruption gibt es in jedem Staat. Es ist nur die Frage, ob sie akzeptiert oder durch ein System des Rechts bekämpft wird.
          Die Frage ist also:
          Herrscht ein Regime oder herrscht das Recht?

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