Wenn sich der Aufwärtstrend des Fidesz weiter verstetigt, sieht Premier Orbán seiner fünften Amtszeit entgegen. Foto: MTI

Sonntagsfrage

Fidesz legt zu

Eine weitere Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IDEA zeigt einen erstarkenden Fidesz und ein schwächer gewordenes Oppositionsbündnis.

Das Meinungsforschungsinstitut IDEA misst die Regierungsparteien Fidesz-KDNP aktuell bei 48%, das vereinte Bündnis der sechs Oppositionsparteien und ihres parteilosen Spitzenkandidaten Péter Márki-Zay derweil bei 44%. Sowohl die Satirepartei des Zweischwänzigen Hundes (MKKP) als auch die rechtsradikale Mi Hazánk-Bewegung würden mit 4% knapp an der 5%-Hürde scheitern.

Unmittelbar nach dem Abschluss der Vorwahlen im Oppositionslager hatte IDEA beide politische Lager ungefähr gleichauf gemessen. Seither erstarkte der Fidesz leicht, das zum Machtwechsel angetretene Bündnis baut ab. Das der Opposition im Übrigen nahestehende Institut sieht aber keinen uneinholbaren Vorsprung des Fidesz.

Unter den Oppositionsparteien liegt die DK von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány mit 17% klar vorne, gefolgt von der Jobbik (11%) und der liberalen Momentum-Bewegung (9%). Die MSZP (4%) würde eigenständig nach den Wahlen vom 3. April genauso wenig im nächsten Parlament vertreten sein, wie die schon bisher als linke Splitterpartei eingeordnete Párbeszéd (2%) des Budapester OB Gergely Karácsony und die grüne LMP (1%).

6 Antworten auf “Fidesz legt zu

  1. Und doch wächst bei Fidesz und Orban die Panik.
    Ansonsten würden sie nicht die Staatskasse derart leeren, um die Wähler mit Geld zu überschütten, dass sie dann auch noch die Unternehmen durch Preisdiktate (bis nach der Wahl) vor ihren Karren spannen müssen.

    Nach der Wahl wird es jedenfalls teuer werden für die Ungarn – ganz egal, wer gewinnen wird.

    Denn:
    Wenn die Preise wieder freigegeben werden, gibt es einen Inflationsschub durch die Preisanpassungen.
    Und die hohe Staatsverschuldung muss auch wieder abgetragen werden – durch die Steuerzahler und eben durch Kürzungen in allen Bereichen.

    Wenn dann nach dem Urteil der EuGH zu den Klagen von Ungarn und Polen gegen das Rechtsstaatsinstrument ein Verfahren gegen Ungarn angestoßen wird, gibt es zunächst Erschütterungen an den Ungarn betreffenden Finanzmärkten. Wenn dann am Ende auch noch EU-Mittel blockiert werden, wird es nochmals teuer für die ungarischen Bürger.

    Da nutzt dann auch kein Jammergeschrei über Soros-gesteuerte Linke.

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  2. Von der Ferne leicht zu beurteilen, hier vor Ort werden wir das ausbaden müssen. Aber mit den Geldgeschenken ist es Real nicht so weit her. Das macht sich gut als Propaganda, wirkliche Erleichterung bringts nicht. Allenfalls ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Kosten werden am Ende die Bürger zu tragen haben. Die Energiekostensenkung ist ja auch nur eine Umverteilung und Augenwischerei. Das von Fidesz eingeführte Wahlrecht könnte jetzt zum Bummerang werden. Warten wirs mal ab.

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  3. In Tichyseinblicke gab auch diese Umfrage. Sie wurde in Brüssel CDU CSU Vertreter ubergegeben.
    Interessant fand, dass ca 17 Prozent der Befragte uber Auswanderung nachdenkt
    Ich vermute, gerade nicht die Invasoren.

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