Ferencváros
Skandal um Bürgermeisterin
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Das Nachrichtenportal tenyek.hu gelangte in den Besitz einer Tonaufnahme mit antisemitischen Äußerungen von Krisztina Baranyi, Bürgermeisterin des 9. Budapester Stadtbezirks (Ferencváros). Die Oppositionspolitikerin steht dem Stadtbezirk seit Oktober 2019 vor. Während ihrer Amtszeit häufte die Kommunalverwaltung des Stadtbezirks enorme Schulden an, obwohl sie das Rathaus mit einem deutlichen Plus übernommen hatte.
Selbst ihre engen Vertrauten hätten sich mittlerweile gegen sie gewandt, da sie ihre eigenen Interessen verfolge, so auch in Verbindung mit dem Verkauf eines Grundstücks im Besitz der Kommunalverwaltung. Das Angebot des einzigen Käufers für 46 Mio. Forint wurde vom zuständigen Ausschuss abgelehnt. Daraufhin platzte Baranyi der Kragen und sie sagte: „Wir müssen jetzt entscheiden. Wenn wir das Grundstück nicht verkaufen, fehlen uns die Einnahmen, und der ‚elende jüdische Investor‘ kann nicht weiter bauen.“
Baranyi reagierte in den sozialen Medien auf die Anschuldigungen. Der veröffentlichte Mitschnitt sei aus dem Zusammenhang gegriffen. „Ich habe nicht den Unternehmer angegriffen, der Satz war vielmehr als Provokation und sarkastisch gegenüber meinen Gesprächspartnern gemeint, da ich vermutete, dass sie etwas gegen die Herkunft des Investors haben.“
