Ministerpräsident Viktor Orbán am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Békéscsaba. Foto: Ministerpräsidentenamt/ Vivien Cher Benkő

Sonntagsfrage

Sieg des Fidesz wahrscheinlich

Meinungsforschungsinstitute halten den Sieg der Regierungsparteien Fidesz-KDNP bei den Parlamentswahlen am Sonntag für wahrscheinlich.

Dies erklärte Sámuel Ágoston Mráz, Leiter des Nézőpont-Instituts, auf der Konferenz „Wer gewinnt?“. Allerdings glaubt kein einziges Institut, dass die Regierungsparteien Fidesz und KDNP erneut eine Zweidrittelmehrheit erlangen werden. Viel hänge Mráz zufolge von der Wahlbeteiligung ab.

Zu den wichtigsten Aspekten gehören der Standpunkt zum Ukraine-Krieg sowie die Person des Spitzenkandidaten. Ministerpräsident Viktor Orbán sei weitaus populärer als sein Herausforderer Péter Márki-Zay. In den Augen zahlreicher Wähler verkörpere Orbán „die strategische Ruhe“, während Márki-Zay „strategisch unruhig“ sei.

Fidesz leitet Antworten aus ungarischen Interessen ab

Miklós Szánthó, Direktor des Zentrums für Grundrechte, sieht 110-120 Mandate für den Fidesz. (Bei den Parlamentswahlen werden insgesamt 199 Sitze vergeben.) Die Regierung stelle immer zuerst die Frage nach den ungarischen Interessen und leite daraus ihre Antworten ab, während die andere politische Seite, getrieben von einer Art Anpassungszwang, versuche, ihre Position an „ausländischen Leuchttürmen“ auszurichten – dies werde von den Wählern nicht wirklich honoriert.

Das größte Verdienst der Regierung in den vergangenen 12 Jahren sei die Stabilität des Landes. Unbestritten ist, dass Orbán regieren kann, unabhängig davon, ob jemand mit der Art und Weise, wie er das Land führt, einverstanden ist. Bei Márki-Zay ist dies unklar. Selbst viele regierungskritische Wähler halten Márki-Zay für ungeeignet.

Márki-Zay macht viele Fehler

Dem Zentrum für Grundrechte zufolge liege die Popularität Orbáns im Endspurt des Wahlkampfes bei 58%. Lediglich 25% der Wähler halten Márki-Zay für den besseren Spitzenkandidaten. Vor zwei Wochen hätten noch 71% jener Befragten, die der Regierung kritisch gegenüberstehen, Márki-Zay als Premierminister gewünscht, in der aktuellen Umfrage aber nur noch 58%.

Márki-Zay habe insbesondere nach Ausbruch des Ukraine-Krieges einen Fehler nach dem anderen gemacht, widersprüchliche und zusammenhanglose Erklärungen abgegeben. Zuvor hatte er die Landbevölkerung als ignorant und die Befürworter des Kinderschutzgesetzes als dumm bezeichnet. Er kritisierte den Mindestlohn, die 13. Monatsrente und die Preisstopps für Grundnahrungsmittel und Kraftstoffe.

17 Antworten auf “Sieg des Fidesz wahrscheinlich

  1. Nicht dieser Marki-Zay, sondern F. Gyurcsány mit seiner DK im Hintergrund wird dieses Land in die Scheiße fahren, wenn Orbán abgewählt würde. Hier seine Worte 2006:

    „…Wir haben keine große Wahl. Weil wir es verf*ckt haben. Nicht ein bisschen, sondern sehr. Sowas Beklopptes, was wir getan haben, hat sich in Europa noch kein einziges Land erlaubt. Man kann es erklären. Es ist offensichtlich, dass wir in den letzten anderthalb bis zwei Jahren durchweg gelogen haben. Es war uns klar, dass das, was wir sagen, nicht wahr ist. Wir sind so weit über die Möglichkeiten des Landes hinausgegangen, wie wir uns das vorher nicht vorstellen konnten, dass die gemeinsame Regierung der Ungarischen Sozialistischen Partei und der Liberalen dies jemals tun würde. Ansonsten haben wir vier Jahre lang nichts gemacht. Nichts. Ich kann keine einzige Regierungsmaßnahme nennen, worauf wir stolz sein könnten, außer dass wir letzten Endes die Regierung aus der Scheiße wieder rausholen konnten. Nichts anderes. … I

    1. Euronews hatte vor Wochen schon mal vorsichtshalber behauptet, dass die Orbán-Regierung fallen wird, Orbán aber nicht abdanken wirf und sich dann eine Art Bürgerkrieg entwickelt. Die Journalisten haben keine Ahnung, weil sich nicht glauben, wie verhasst dieser Gyurcsány in Ungarn ist. Und Marki-Zay ist auch nicht akzeptiert. Ständig rudert er hin und her und beleidigt Menschen.

      1. Eigentlich sollte man ja fast schon hoffen, dass Orban und Fidesz die Wahl gewinnen und dann selbst die Misere ausbaden müssen, die sie angerichtet haben.

        – Streit mit der EU.
        – Nun auch noch Streit mit den V4-Partnern.
        – Staatsfinanzen derart am Anschlag, dass nun eigentlich nur noch die EU-Mittel etwas retten können.
        – Hohe Inflation, die nochmal sprunghaft ansteigen wird, wenn die staatlichen Preisdikatate nicht mehr tragbar sind und auslaufen müssen.

        Wenn die Ukraine-Krise noch weiter eskaliert und es zum Stopp der Gaslieferungen kommt, dann wird sich die Lage noch weiter verschlimmern und wen jagen die Ungarn dann wohl aus dem Amt?

        1. https://www.dw.com/de/bundestag-der-haushalt-2022-gibt-r%C3%A4tsel-auf/a-61123247
          Das Problem durch 2 zwei Jahre Corona und nun Krieg haben alles Staaten. Das wissen die Wähler. Natürlich hat Fidesz Fehler gemacht, alle Staaten.
          Vielleicht ist es da besser nicht an die Macht zu kommen, wenn Krisen schütteln. Schließlich bleibt kein Stein auf dem anderen in der bundesdeutschen Politik. Das der Alex das anders glaubt, ist doch logo, denn er will den Bankrotteur Gyurcsány und seine Leute als Krisenmanager. Die UNgarn nicht.

          1. Wahlgeschenke in dem Ausmaß, wie Orban und Fidesz sie verteilten, hatte die Merkel-Regierung jedenfalls schon mal nicht unter das Wahlvolk geschüttet.
            Wenn eine Regierung selbst davon spricht, dass die Wirtschaft rasant wächst, aber die Inflation ein zunehmendes Problem wird, ist es unverantwortlich, auch noch viel geliehenes Geld unters Volk zu werfen.
            Denn dies erhöht nun einmal die sowieso schon hohe Nachfrage und treibt die Inflation noch mehr an.
            Für den eigenen Machterhalt hohe Inflation in Kauf zu nehmen, die Staatsschulden in die Höhe zu treiben und eine Lohn-Preis-Spirale zu riskieren ist schon mehr als ein Fehler.
            Die Marktgesetze mit Preisdiktaten aushebeln zu wollen, ist dann eben auch ein verzweifelter Akt einer Regierung, die die finanziellen Spielräume des Staates lieber für Stimmenfang ausreizt.

  2. Und der Vollständigkeit halber hier nochmal Marki-Zay mit seiner Offenbarung!

    N*GER-WITZ VON UNGARISCHER OPPOSITION ! KEIN SKANDAL ?
    Die von der EU-Führung unterstützte „Vereinte ungarische Opposition“ hat sich im September 2021 auf den gemeinsamen Kandidaten Péter Marki-Zay geeinigt, um Orbán zu schlagen: Die rechtsradikale Partei Jobbik ist zweitstärkste Kraft in diesem Bündnis. Um sich der Jobbik anzubiedern, seht ihr hier, wie Marki-Zay einen N*ger-Witz erzählt. Als würde es noch nicht ausreichen, dass der von der SPD unterstützte Wahlbetrüger und Bankrotteur Ferenc Gyurucsány inklusive Frau Klára Dobrev das Bündnis kräftemäßig anführen!

    „Nun, da ist ein süßer Witz. Den kennen Sie sicher, Stevie Wonder und eben Ray Charles kennen ihn auch. Laut Witz wird Stevie Wonder in einem Interview gefragt, wie es ist, blind zu sein? Er sagt: es ist immer noch besser blind zu sein, als ein Néger zu sein.“ (leicht verkürzt übersetzt)

  3. Wenn Fidesz gewonnen hat, und die westliche Lügenpresse schreibt, Orbán habe die Wähler betrogen, dann werde ich diesen schieß Film mit dem Witz an alle SPD/Grüne/FDP/CDU/CSU-Politologenpolitiker senden. Als Dank an alle, die diese chaotische Opposition nicht unterstützt haben. Ungarn muss noch warten, bis hier Leute mit Hirn dem Fidesz Paroli bieten können.

    1. Sehe ich ähnlich. Fidesz war im Ausgabenflow, begeistert von gewissen Erfolgen. Hat die Probleme kleiner Leute in Ungarn unterbewertet und nun kommt der Krieg, der vermutlich in seiner weltweiten Wirkung Corona übertrifft. Vergleichbare Probleme und Fehler sehen wir in anderen Staaten. Aber meine Herren: Gyurcsány/Dobrev und der Negerwitzerzähler Marki-Zay können es besser?

  4. Die ungarische Regierung hat mit vollem Recht von Wahlbetrug gewarnt!
    Die 2 Millionen SMS Kampagne die mit gestohlen Daten vor allem an unentschlossene Bürger gerichtet, ist so einzuordnen und der ausländisch finanzierten und ideologisch betreuten sogenannten Opposition zu zuordnen! Es wird immer von Zay`s Fehlern gesprochen! Diese sind keine Fehler des Mannes mit dem kanadischen Pass, sondern klarer Ausdruck, das es ihm nicht um Demokratiegeht, soziale Belange der Menschen oder Freiheit sondern um Macht und Geld geht, was mit allen Mitteln erreicht werden soll! Dafür will er und seine Regimehange – Gruppierung Ungarn zum willigen EU- und Nato- Sklavenstaat umwandeln! Die unter der Regierung von Fidez und MP Orban erreichte Eigenständigkeit in Politik und Wirtschaft ist in der EU, der Nato und Deutschland immer die Grundlage für die Diskriminierung Ungarn gewesen! Zum möglichen Wahlbetrug und ausländischer Beeinflussung kommen noch jüngste Erscheinungen aus der Ukraine hinzu!

    1. Es sind die Regierungen, die eine Wahl durchführen, die Wahlbetrug begehen können.
      Das Versenden von SMS hat soviel mit Wahlbetrug zu tun, wie das plakatieren der Städte auf Kostehn der Steuerzahler.
      Die ungarische Regierung ist der größte Werbekunde in Ungarn.

  5. Auch wenn Orban die Wahl am Sonntag gewinnen würde, wäre dies nur ein Sieg für kurze Zeit. Die Folgen seiner Politik holen ihn, Fidesz und eben auch leider Ungarn recht schnell ein und dann schicken die Ungarn Orban sowieso in die Wüste.

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