Verteidigungsminister
„Sicherheitslage wird eine andere sein“
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Der Anlass war die feierliche Übergabe von Armeehubschraubern des Typs Airbus H225M an die 86. Hubschrauber-Brigade der MH. Der Minister versprach den Abschluss des Reformprozesses noch in dieser Legislaturperiode. „Im Jahre 2026 wird eine tatsächlich modernisierte Ungarische Armee Sicherheit und Eigentum der Bürger des Landes schützen.“ Noch nie habe diese Frage so viel politische Unterstützung in der Gesellschaft erhalten. Dazu werden seit diesem Jahr systematisch 2% des Staatshaushalts für Verteidigungszwecke bereitgestellt. Die MH überbietet die NATO-Vorgabe, mindestens 20% für die Beschaffung moderner Technik aufzuwenden, seit Jahren radikal. Neben einer hoch technologisierten Armee aus Berufssoldaten wird ein „kapillarartig“ aufgebauter Gebietsschutz durch Reservisten gewährleistet.
Ungarn hat bei Airbus insgesamt 16 Helikopter vom Typ H225M in Auftrag gegeben. Davon werden zehn als Truppentransporter und sechs für Spezialkräfte angeliefert. Mit dieser Technik soll u. a. die Ausbildung von Fallschirmspringern gestärkt werden, die bei der MH nach den Worten des Verteidigungsministers zuletzt eher vernachlässigt wurde.
Zum Krieg in der „unmittelbaren Nachbarschaft“ äußerte Szalay-Bobrovniczky, es sei kein Ende dieses brutalen, blutigen Konflikts abzusehen. „Doch wie dem auch sei, wenn erst wieder Frieden herrscht, wird Europas Sicherheitslage von Grund auf eine andere sein, als vor dem Krieg.“ Ungarn habe es dann im Osten mit zwei sehr ernstzunehmenden, schwer bewaffneten und kriegserprobten Armeen zu tun, während die Südgrenze gleichzeitig weiter unter dem Druck der illegalen Einwanderung leidet.

