In diesem Jahr wurden kostenlose Notebooks an Schüler der 5., 6. und 9. Klassen verteilt. Verbessert das ihre Kompetenzen? Foto: MTI/ Attila Balázs

Kreativität

Schüler in Nordungarn bleiben zurück

Die ungarischen Schüler schneiden bei den Kompetenztests im internationalen Vergleich in der Regel schlecht ab.

Die gemessene Kompetenz der Schüler verschlechtert sich in allen Jahrgangsstufen und in allen Fächern von Jahr zu Jahr ein wenig. Dabei sind deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen erkennbar. Während in Budapest und Westungarn bessere Ergebnisse erzielt werden, liegen die Ergebnisse der Kinder in den Komitaten Nordungarns deutlich unter dem Durchschnitt, schreibt das Fachportal eduline.hu.

Am letzten Kompetenztest im Frühling 2023 beteiligten sich mehr als 3.000 Schulen und knapp 530.000 Schüler. Bei den Klassen 4-11 wurden Leseverständnis und mathematische Fähigkeiten, bei den Klassen 6 bis 11 die naturwissenschaftliche Kompetenz sowie bei den Klassen 6-8 die englischen und deutschen Fremdsprachenkenntnisse getestet.

Große regionale Unterschiede

Die Leistungen der Schüler lassen seit Jahren nach, dies zeigt sich beim verstehenden Lesen besonders dramatisch. Im Index zur Messung des kreativen Denkens erreichen die 15-jährigen ungarischen Schüler nicht den Durchschnitt der OECD-Länder. Es gibt allerdings große Unterschiede zwischen den Komitaten. Die Sechstklässler erzielten in der Hauptstadt als bestes Ergebnis 1.487 Punkte im Leseverständnis, aber auch die Komitate Csongrád-Csanád  und Vas rangieren über dem Landesdurchschnitt. Im Gegensatz dazu erreichten die Komitate Jász-Nagykun-Szolnok, Heves, Szabolcs-Szatmár-Bereg, Nógrád und Borsod-Abaúj-Zemplén nur 1.350-1.400 Punkte.

Das könnte der Grund sein

Das Bildungsamt erklärt die schwächeren Ergebnisse weiterhin mit der Corona-Pandemie und dem dadurch angeordneten Online-Unterricht. Nach der digitalen Wende im Jahre 2023 seien wesentliche Änderungen in der Durchführung der Tests vorgenommen worden. Dies könnte auch erklären, warum es so große regionale Unterschiede gibt. In der Hauptstadt und in den stärker entwickelten Regionen Westungarns sind die Schulen besser ausgestattet, die Schüler können digitale Geräte besser nutzen. Wie in den Vorjahren schneiden Jungs in naturwissenschaftlichen Fächern in der Regel besser ab, während Mädchen beim Leseverständnis bessere Ergebnisse erzielen.

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