Orbán im Radio
Schlauer als im März
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„Bis an die Zähne bewaffnet erwarten wir die zweite Corona-Welle“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán im üblichen Freitaginterview für das Kossuth-Radio. „Heute sind wir schlauer als im März, verfügen über mehrere Monate Erfahrungen mit dem Virus und können uns auf eine Nationale Konsultation stützen“, fügte er hinzu. Gesundheitsminister Miklós Kásler und Innenminister Sándor Pintér hätten sich den ganzen Sommer über damit beschäftigt, das Land bestmöglich auf die zweite Welle vorzubereiten. Neben den aufgehäuften Vorräten an Schutzausrüstungen verwies Orbán auf die eigenen Kapazitäten zur Herstellung von Beatmungsgeräten sowie hoffnungsvolle Entwicklungen auf dem Weg zu einem Impfstoff.
Zur Verwarnung der EU wegen der neuen Einreisebeschränkungen bzw. der Ausnahmeregelung für Bürger der drei V4-Staaten erklärte der Ministerpräsident: „Die Brüsseler Bürokraten müssen verstehen, dass eine enge Zusammenarbeit der V4 bei der Corona-Abwehr besteht.“ Auch mit Österreich gebe es Abstimmungen, doch wegen der dortigen Infektionslage sei Orbán eher skeptisch.
