Wirtschaftsministerium

Schlagabtausch mit Ryanair geht weiter

Der Stil des CEO von Ryanair sei inakzeptabel und lasse zu wünschen übrig.

So reagierte Wirtschaftsminister Márton Nagy auf die verbalen Angriffe von Michael O’Leary. Dieser hatte erklärt, „Minister Nagy hat die Wirtschaftswissenschaften vergessen. Wir senden ihm das Buch ‚Economics for Dummies‘. Er wird es hoffentlich studieren, um zu erklären, warum einer unrentablen Branche wie dem Luftverkehr eine Übergewinnsteuer auferlegt wird. Diese neue Steuer ist einfach nur eine Abzocke von einer Regierung, die völlig realitätsfremd ist“, schrieb O’Leary.

Nagy konterte: „Ich wünschte, die Fluggesellschaft würde genauso schnell reagieren, wenn sich ungarische Bürger bei ihr beschweren. Hoffentlich behandeln sie die Probleme der Fluggäste nicht mit einer solchen Arroganz, wobei ihre gängige Praxis unserer Erfahrung nach nicht sehr empathisch ist.“ Wenn Ryanair eine solche Steuer z. B. in Deutschland, den Niederlanden, Schweden oder Frankreich ohne zu murren zahlt, warum gibt es dann gerade mit Ungarn ein Problem? – fragte der Minister. „Es ist verständlich, dass ein multinationales Unternehmen auf seinen Profit schaut, doch wir erwarten von allen ein lauteres und rechtskonformes Verhalten, so auch von Ryanair. Im entgegengesetzten Fall werden die Behörden einschreiten“, warnte Nagy.

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