Reaktionen auf die Orbán-Rede

Ruhm währt nicht ewig

Wie gewohnt reagierten die Oppositionsparteien mit Kritik auf die Wortmeldung des Ministerpräsidenten. Auffällig war dabei, dass die Tisza-Partei ihre eigene Kommunikation in den Vordergrund rückte.

Die momentan mit Abstand stärkste Oppositionsbewegung überließ die Aufgabe tiefergehender Analysen der Rede des Ministerpräsidenten auf der Siebenbürger Sommeruni den Experten. Tisza-Chef Péter Magyar zog nur spöttisch einen Vergleich zum Jahre 2002, als Viktor Orbán nach der überraschenden Wahlniederlage die Bürgerkreise aus der Taufe hob. „Damals war der große ungarische Architekt Imre Makovecz Mitglied, heute umgibt sich Orbán mit Leuten wie dem Rapper Dopeman“, schrieb er in den Sozialmedien.

Spott für digitale Bürgerkreise

Der Mi Hazánk-Chef László Toroczkai warf dem Ministerpräsidenten vor, erneut keine Lösungen angeboten zu haben, wie er den Bevölkerungsschwund stoppen will. Er forderte eine neue Wirtschaftspolitik an Stelle der „gescheiterten Batterie-Strategie“, eine verantwortungsbewusste Wasserwirtschaft, die das Austrocknen der Puszta stoppt, die Unterstützung einheimischer KMU an Stelle von Multis und Oligarchen sowie eine echte Souveränität des Landes in den Segmenten Nahrungsmittelindustrie und Medikamentenherstellung. Der Rechte sprach von leeren Worthülsen und verspottete die digitalen Bürgerkreise.

Mut zu sozialem Haushalt

Die DK-Vorsitzende und Europaabgeordnete Klára Dobrev betonte das Einstehen der Linken für die Ukraine. „Die Ukraine ist nicht unser Feind, sondern ein Partner und Verbündeter“, schrieb sie in den Sozialmedien und behauptete, „die Rechten“ abseits des Fidesz würden sich bei dem Thema aus Rücksicht auf ihre den Russen zugeneigte Wählerschaft bedeckt halten. Zur vermeintlich schwarzen Zukunft der EU merkte sie an, diese hänge nicht an der Mitgliedschaft der Ukraine, sondern daran, ob die EU-Kommission den Mut besitze, einen sozialdemokratisch geprägten Haushalt für den Zeitraum 2028-34 zusammenzustellen.

In der Lesart der Mitterechtspartei Jobbik fabulierte Orbán – statt Visionen zu entwerfen – von seinen wirren Fieberträumen. „Weitreichende Strategien, Senkrechtstart, ein fantastisches Jahr – das sind nur drei Schlagwörter des Ministerpräsidenten, die vor unseren Augen in tausend Scherben zerstieben“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme. Der Ministerpräsident habe einmal mehr bewiesen, dass der Ruhm von Gestern nicht für die Ewigkeit ist.

2 Antworten auf “Ruhm währt nicht ewig

  1. ” wirre Fieberträume”, also nichts weiter als die übliche Hetze und Diffamierung, links/grüne Stasi und Kommunisten Methoden ersetzen den Diskurs, was ist von Gehirn gewaschenen auch sonst zu erwarten .Also die völlig korrupte Ukraine ist der Freund, Partner und Verbündeter ? Oh Herr laß Hirn runter.

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