Wahl des Staatspräsidenten
Róna als Gegenkandidat nominiert
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Der 79-jährige Gastdozent der Oxford-Universität soll nach dem Wunsch von DK, Jobbik, MSZP, Momentum-Bewegung, LMP und Párbeszéd die Nachfolge von Amtsinhaber János Áder antreten, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren darf. Róna wurde 1942 in Miskolc geboren, wanderte jedoch 1956 nach der Niederschlagung des Volksaufstandes mit seiner Familie in die USA aus. Nach der Wende kehrte er nach Ungarn zurück, wo er die NABI Rt. gründete, die in Ungarn montierte Busse nach Nordamerika verkaufte. Zur Zeit des drohenden Staatsbankrotts von 2008 nahm die Gyurcsány-Regierung seine Dienste als Berater bei den Verhandlungen über ein Hilfsdarlehen von EU und IWF in Anspruch.
Der Fidesz hat für die am 10. März im Parlament anstehende Wahl des Staatspräsidenten die vormalige Familienministerin Katalin Novák nominiert. Wegen der Zweidrittelmehrheit der Regierungsparteien gilt ihre Wahl als sicher. Das Mandat von Áder läuft Anfang Mai aus. Sollten die Oppositionsparteien im nächsten Zyklus eine Verfassungsänderung erreichen, wird der kommende Staatspräsident Ungarns unmittelbar vom Volk gewählt.

