Medien
Rektor mit Gerüchten denunziert
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Das Tafelgericht Szeged hat das örtliche Nachrichtenportal szeged.hu rechtskräftig zur Richtigstellung mehrerer Artikel aufgefordert, die im März und April erschienen und Falschaussagen über den Rektor der Universität Szeged, Prof. László Rovó, enthielten. Das Portal behauptete u. a., der Rektor habe seinen Skiurlaub in einem Corona-Infektionszentrum in Österreichverbracht und nach seiner Rückkehr seine Tätigkeit an der Lehreinrichtung fortgesetzt, obwohl er sich angesteckt hatte und Fieber bekam. Tatsächlich warnte der Rektor in einem Rundschreiben bereits am 20. Februar vor dem Virus, das in vier italienischen Provinzen aufgetreten sei. Er selbst machte bis Anfang März in Südtirol Urlaub, das zu jenem Zeitpunkt noch nicht zu den Gefahrenzonen gehörte. Weder in Italien noch an den ersten Tagen nach seiner Heimkehr habe er Verdachtsmomente einer Ansteckung an sich bemerkt. Doch sobald er die ersten Symptome wahrnahm, ging Rovó in freiwillige Quarantäne. Das Gericht warf dem Portal das Verbreiten von nicht überprüften Gerüchten vor und forderte es zu einer kommentarlosen Richtigstellung auf seiner Hauptseite auf.
