Foto: BZ/ Rainer Ackermann

Waldrodungen

Regierung lenkt ein

Agrarminister István Nagy hat mit einer ministeriellen Anordnung die Anfang August erlassene Verordnung über die Bereitstellung von Brennholz in Notfällen modifiziert.
19. August 2022 10:34

Diese sieht vor, dass die Vorschriften zur Erleichterung des Baumfällens bis Ende März nächsten Jahres in Kraft bleiben. Das Fällen von Bäumen in Naturschutz- und Natura 2000-Gebieten ist nun allerdings verboten. Der erhöhte Bedarf an Brennholz wird somit hauptsächlich durch das Fällen von Rubinien gedeckt. Die ursprüngliche Verordnung hatte praktisch alle Hindernisse des Abholzens aus dem Weg geräumt. Daraufhin waren Fachleute, Zivilorganisationen und die Opposition Sturm gelaufen.

Nagy erklärte, dass der anhaltende Ukraine-Krieg und die verfehlten Sanktionen Brüssels zu einer Energiekrise in Europa führten. Die Regierung hat aufgrund der drastischen Energiepreissteigerungen und der Energieknappheit in Westeuropa den Energienotstand ausgerufen. Die Waldbewirtschaftung sei ein wichtiger Teil bei der Lösung des Energieproblems. Die Regierung habe die Abholzungsvorschriften gelockert, um die Versorgung mit Brennholz sicherzustellen. Er fügte hinzu, dass Holz der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Ungarn sei und in den ungarischen Wäldern eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben werde. Das bedeutet, „dass wir seit Jahrzehnten weniger Holz verbrauchen, als die Wälder produzieren, so dass es gelungen ist, bedeutende Reserven anzuhäufen“. Nagy betonte nochmals, dass die Regierungsverordnung nur für Notsituationen gedacht sei und dass die Vorschriften für die Vegetationsperiode nach dem 31. März 2023 nicht mehr angewendet werden könnten.

Opposition begrüßt Modifizierung

Die Oppositionsparteien begrüßten umgehend das Einlenken der Regierung. Der LMP zufolge haben die Proteste zum Ziel geführt. Auch die Párbeszéd-Co-Vorsitzende Rebeka Szabó erklärte, dass die Proteste von NGO und Oppositionsparteien die Regierung auf die große öffentliche Empörung über den jüngsten „Waldkiller-Regierungserlass“ aufmerksam machen konnten. Dennoch müssten die Wälder weiterhin vor der Regierungspartei Fidesz geschützt werden. Zudem müsse in den kommenden Jahren noch viel mehr zum Schutz der Wälder getan werden, um den Klimawandel zu verlangsamen. Laut LMP, Párbeszéd und Budapester OB Gergely Karácsony sei die Modifizierung der Verordnung zu wenig, sie müsse vollständig zurückgezogen werden. Sie wollen stärkere Garantien und werden daher sowohl die angekündigte parlamentarische Eingabe als auch die Anrufung des Verfassungsgerichts vorantreiben.

40 Antworten auf “Regierung lenkt ein

  1. Hier zeigt sich das generelle Problem der Orban-Regierung:

    Da werden Gesetze und Verordnungen erlassen ohne zunächst mit Experten und Betroffenen zu sprechen und eine demokratische Debatte darüber zu führen.
    Anschließend braucht es Bürgerproteste, um der Orban-Regierung die notwendigen Korrekturen abzuringen. Diese Proteste kann es natürlich nicht bei jedem Fall geben, weshalb viele dieser schludrigen Orban-Gesetze Bestand behalten und zu negativen Folgen führen.

    1. So ist es in Deitschland grundsätzlich: Da werden Lobbyisten als Experten verkleidet, meist aus dem Verwandten oder Freundeskreis, für Millionen Piepen von Ministerien als Berater bezahlt. Die Ergebnisse sind dann meistens Bullshit. So bei Corona, Krieg und anderen Fleischesfreuden der Linken und Beamten. Man denke hierbei insbesondere an v.d. Leyen und diverse andere Frauen. Die Damen brauchen das.

      1. Ja – alle sind Freunde in Deutschland – paradisisch.
        Denn da sind fast alle in Entscheidungsprozesse involviert – von den Linken in einem Bundesland bis zur CSU im anderen. 😉 🙂

        Der wichtige Unterschied zur aktullen politischen Praxis in Ungarn ist aber, dass vor Entscheidungen der Bundesregierung umfangreiche Debatten stattfinden und eben nicht über Nacht etwas von der Regierung beschlossen wird.

        Dass mal eben der Hauptstadt Berlin Straßen und Plätze von der Bundesregierung entzogen werden, gibt´s nicht. Vor allem ohne vorherige Absprache mit der Stadtverwaltung und den Gemeindevertretern.

        1. Denken Sie an Scholz-CumEx. Da sitzen alle an einem Tisch und debattieren ganz ohne Vorbehalte. Toll. Ich sag es ja, in Germania kommen viele Geisteswissenschaftler zu Wort, (das Ergebnis kennen wir), in Ungarn eher Ingenieure und solche, die den modernen Kommunismus bekämpfen.

          1. Tja – in der Scholz-CumEx-Sache sind Leute tätig. In Ungarn ist niemand tätig. 😉

            In Ungarn sitzt nur Orban am Tisch und sagt anschließend den Fidesz-Leuten, was Orban für richtig erachtet.

            Kommunismus?
            War das nicht die Sache mit den Verstaatlichungen, den staatlichen Preisvorgaben und sowieso der Kontrolle von Wirtschaft, Medien und Gesellschaft durch eine Partei, während die Opposition nichts zu melden hatte.
            Warum kommt mir dabei Ungarn in den Sinn? 😉 😀

            1. In H gibt es kein Cum-Ex. Aber mit genau dieser Antwort habe ich gerechnet. Der moderne Kommunismus sieht übrigens anders aus als der des 20 Jhd.
              Die Kontrolle der Medien und Gesellschaft ist in der BRD so weit gediehen, dass man sich sogar um die Offenlegungen beim rbb kaum wundern muss. Sie Alex werden es als Beweis für Demokratie verkaufen, andere als Spitze des Eisbergs. Deutschalnd wird an seinen Beamten und Medienmachern noch krepieren, wenn nicht bald durchgefegt wird,.
              Niemand hier behauptet, dass Fidesz keine vetternwirtschaftlichen Strukturen hätte. Ich wäre der letzte. Solange aber die Postkommunisten um Gyurcsány das Sagen haben, wird Orbán siegen. Der SPD und insgesamt der BRD sei gedankt.

              1. Wie Sie schon sagen: Es gibt vetternwirtschaftlichen Strukturen in Ungarn.
                Und richtig:
                Zu rechtsstaatlichen Strukturen gehören solche “Offenlegungen”, die man in Ungarn eben nicht hat. Und dies ist eben das gefährliche Zeichen dafür, dass sich in Ungarn etwas in die falsche Richtung entwickelt hat.

                Und nochmal:
                Es gibt in Deutschland 17 Regierungen mit mehr als einem halben Dutzend Parteien
                in Regierungsverantwortung. Diese Parteien repräsentieren 90% der Bevölkerung.
                In Ungarn gibt es nur Fidesz und KPND – und die regieren mit 2/3 Mehrheit durch, auch wenn Fidesz gerade mal von 1/3 der Bevölkerung gewählt wurde.

            2. DDR durchdringt die gesamte BRD! Sogar die Bild ist im Konformitätszwang.

              Egyre nagyobb port kavar az LMBTQ-mozgalom ideológiai térnyerése Nyugaton: most Németország egyik legfontosabb politikai újságírója, Ralf Schuler mondott le a Bild-Zeitung című napilap parlamenti irodájának vezetéséről, mert úgy látja, hogy a lap kiadója, a Springer „ideológiai megfelelésre” kényszeríti a munkatársakat.
              Schuler Boris Kálnokynak a Mandinerben elmondta, hogy ugyan a Springer mind ez idáig védőbástyaként állt ellen a kollektivista mozgalmaknak, mára viszont már vállalati stratégiai és pénzügyi megfontolásból – sok más vállalathoz hasonlóan – a „szivárvány-mozgalom” oldalára pártolt, és olyan munkahelyi légkört alakított ki, ahol mindenkinek „szilárdan az LGBTQ-mozgalom oldalára” kell állnia.
              Úgy véli, hogy a diszkrimináció elleni fellépés támogatandó, a szivárványos mozgalomnál azonban már nemcsak erről van szó, hanem az eltérő ideológiai nézetek elhallgattatásáról is. (Orbán Balázs 2022.08.18)

              1. Was hat denn die DDR mit dem Rücktritt des Bild-Mannes Ralf Schuler zu tun?

                Bei DDR denke ich übrigens an die Einheitspartei mit dem Parteiführer an der Spitze, der zugleich die Politik des Landes diktierte.
                Mal überlegen:
                Fidesz regiert mit 2/3 Mehrheit in Ungarn.
                Der Parteivorsitzende ist V. Orban.
                Der Regierungschef ist V. Orban.

                Gibt´s da andere Regierungen?
                Ach nein – Ungarn ist ja kein Föderaler Bundesstaat.

                1. Das werden Sie natürlich nie verstehen. Außerdem ist man ja nicht gleich von einem Tag auf den anderen in der DDR gelandet. Prozesse gehen über Jahre. Wie schön, dass es in der BRD keines Führers bedarf! Die Deutschen marschieren auch beim Scholzi mit. Der ist sehr sehr lieb! Es könnte sich bald vieles ändern. Auch in Ungarn hoffentlich!

                  1. Sie verstehen wohl auch nicht:
                    Die DDR war ein zentralistischer Staat, wie Ungarn heute.
                    Und die DDR entstand nach dem Krieg so ziemlich von einem Tag auf den anderen.

                    Die BRD ist ein Bundesstaat. Da haben die Bayern eine Zeit lang ihren Söder, da haben die Baden-Württemberg ihren Kretschmann usw.
                    Die Deutschen haben nach vielen Jahren CDU nun die Ampel gewählt. Das zeigt ja wohl, dass sie eben nicht nur mit einem Führer marschieren.

                    Die Ungarn haben jedoch nur ihren Victor. Und mit dem marschieren sie ja nun mehr als 12 Jahre mit.
                    Aber nicht mehr lange, denn die fetten Jahre sind seit 2020 vorbei.

                    1. Die fetten Jahre sind vor allem im heutigen Deutschland vorbei. Außer Marcello Fratschelino von den Staatsmedien (der sogar an einen stabilen Euro glaubt), sind sich darin alle Ökonomen einig. Die Gefahr des Blackout ist am höchsten in der BRD aufgrund einer ideologisierten Politik, die sich immer weniger am Machbaren orientiert. Kritiker werden Diffamiert, ausgeladen, sogar kriminalisiert wie insbesondere Menschen, die gegen die Genspritze kämpfen, oder fast totgeschwiegen, wie insbesondere jene, die unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden.
                      Der Kanzler steckt gerade in einem Skandalprozess um Steuern. Die staatlichen Medien sind fast gleichgeschaltet. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Daher wird eine echte Beurteilung und Verurteilung nicht zu erwarten sein. Das Erfolgsrezept der deutschen Wirtschaft, ein starker Mittelstand, wird gerade zerstört. Die Kriegswirtschaft ist grün.
                      Schönes WE. Sie können gerne weiterschreiben, dann wird ihr Unsinn offenbar.

                    2. Ja ja – “die fetten Jahre sind vorbei”.
                      Nur weil in demokratischen Staaten Probleme thematisiert werden, damit man sie auch angehen kann, rufen viele, der Westen sei dem Untergang nah.
                      Die Wahrheit ist jedoch, dass in undemokratischen Ländern, in denen das Regime immer die heile Welt predigt, Probleme unter den Teppich gekehrt und dadurch auch nicht gelöst werden.
                      Gerade weil es in Ungarn keine Untersuchungen ala Cum-Ex/Scholz gibt, sollten eigentlich die Alarmglocken schallen.

                      Bei jeder internationalen Krise wird zudem der Untergang der deutschen Wirtschaft prophezeit. Dabei ist eine freie Marktwirtschaft äußerst anpassungsfähig und profitiert sogar von dem Wandlungsdruck – das zeigen all die vielen Krisen der Vergangenheit. Gift ist dabei dann eher zu viel staatlicher Eingriff ala Orban.

              2. Der Hatzig kann nur Englisch. Doofes Kind des deutschen Bildungssystems. Zum Glück gibt es google für die Generation-doof, selbst wenn es nur unzureichend funktioniert. Wenn der Blackout kommt, lernt es dazu.

                1. Unser Peterle beherrscht seine Muttersprache – wow. Und Deutsch hat er auch gelernt. Da denkt er sich, er sei ein ganz schlauer.
                  Gestern erst hatte ich mit einem Ungarn gesprochen – in Deutsch. Schulabschluß und berufliche Qualifikation hat er leider nicht, aber er kann Ungarisch und Deutsch – ganz so wie´s Peterle. 😀

                2. És hieß vorgestern: Generation Waschlappe.
                  In Deutschland geht das Holzklsuen in den Wäldern gut voran.
                  Auch das Rodeln von Wäldern für Windräder auch in Naturschutzgebieten gut voran.
                  Die selbe Leute, die sich an Baume angekettet haben, wollen jetzt Wald im großen Stil vernichten.
                  Sieht man, dass sie gehirnlos sind.

              1. Nichts da Vorbild Ungarn.
                Gezwungenermaßen hat die Orban Regierung nun das eingeführt, was Frau Weber da vorschlägt – die Staatskassen sind schlicht leer. Da helfen auch die höheren Mehrwertsteuereinnahmen in Folge der hohen Inflation nichts.

                Es ist ein großer Unterschied zwischen einem Preisdeckel und einem Preisdiktat.
                Wichtig ist nämlich abgesehen von den Staatsfinanzen, was Frau Weber hier anführt:
                “Für die, die deutlich mehr als den Grundverbrauch beziehen, bleibt ein starkes Preissignal erhalten, das gebraucht wird, um den Gasverbrauch insgesamt zu senken.”

                Ihre Argumentation hat aber wieder einmal die Lücke mit der Mehrwertsteuer:
                Trotz der geplanten Mehrwertsteuersenkung wird der Staat dennoch höhere Steuereinnahmen als im letzten Jahr erzielen. Dem Gaskunden wird nur von einer noch stärkere Erhöhung der Heizkosten durch dreimal so hohe Mehrwertsteuerzahlungen verschont.

          2. Scholz, damit Deutschland hat jegliche moralische Kredite- wenn es je hatte- verzockt.
            Auch die sog. Freie Presse.
            Sehe ÖR, als linke, hemmingslose Selbstbedienungläden, sehe die viele nanenhafte Journalisten, die die Huldigung der Chaosregierung nicht mitmachen.
            Scholz wurde gefragt, ob er Deutschlsnd opfern will? Ja.
            Es ist nur ein Töpfchen, wie Deutschkand den radikale Moslems sich
            anbiedert.

  2. You´ll never walk alone!
    Hier wieder nur bullshit von Alex. Zum totlachen. Nun erhofft er schon Skandale im Ausmaß des cum-ex-Betrugs in Hungary 🙂 Unter Gyurcsány wären solche Machenschaften usus.
    Kein Wunder, die Linke übt den Klassenkampf. Kluge wie Sarah Wagenknecht aber halten dagegen.
    Und Berlin: Ein Entlastungspaket jagt das nächste, weil sich alle wegen der Energiepreisexplosion (Stichworte: Gasumlage, ökonomisch falsche Mehrwertsteuerreduktion, Uniper-Rettung) und einem Gelbwesten-Phänomen wie einst in Frankreich fürchten – oder zumindest so tun, um ihre Agenda durchzusetzen. Aber das was kommen könnte und immer wahrscheinlicher wird, stellt die Gelbwesten in den Schatten.
    Ungarn ist ein Zentralstaat – Frankreich, Rumänien… Weiß jeder hier. H hat kaum 10 Mio Einwohner und die zweitgrößte Ungarische Stadt liegt in Rumänien. Nur den Alex wundert, warum es hier in H keine Bundesländer mit Parlamenten und eine gleichgeschaltete Medienlandschaft wie in D gibt.

    1. Ich stand letzte Woche auf einem Aussichtsturm, den ich nur mit großer Mühe finden und auch besteigen konnte. Kaum gebaut ist er schon in einem bedenklichen Zustand – und er ist ein Mahnmal dafür, dass es eben keine “Skandale” in Ungarn gibt – nicht mal im kleinen Ausmaß.

      Wenn, dann werden “Skandale” politisch genutzt, um politischen Gegnern zu schaden. Dem Land und den Bürgern dienen sie jedoch nie.

      Die Medien in Deutschland decken einen Cum-Ex-Skandal auf und setzen auch den amtierenden Bundeskanzler unter Druck. In Ungarn berichten die Medien nur über die “Skandale” der Vorgängerregierung des politischen Gegners oder über Verschwörungsquatsch ala “Soros beherrscht die Welt”. 😀
      Ach ja – und Schuld an Mißständen in Ungarn hat natürlich immer das Ausland oder die bösen Links-liberalen.

      Wenn ein Gesetz – wie z.B. das über die Abholzung – in die Hose geht (was bei der Orban Regierung oft vorkommt), dann ist daran irgendwie immer die Vorgängerregierung schuld – und die EU – und Soros. 😉

      1. 1) Ulrike Herrman von der taz erklärt:
        Für den Öko-Umbau der Ampel muss der Kapitalismus geopfert werden.

        „So, jetzt überlegen alle zentralen Industriebetriebe, wie sie auf Ökoenergie umstellen können. Sehr weit zum Beispiel sind schon die Forschungen in der Chemieindustrie. Die haben da – bauen da, machen da – eine Studie nach der nächsten, die auch sehr sauber (sind). Nur die Ergebnisse sind eben erschütternd: Bei der Chemieindustrie kam raus, dass wenn sie alles auf grüne Energie umstellen, also sowohl die Energieversorgung selbst wie auch die Grundstoffe – also die Chemieindustrie arbeitet ja mit Kohlenstoff als Grundstoff, der müsste dann auch irgendwie grün hergestellt werden – wenn man das alles umstellt, dann braucht die deutsche Chemieindustrie 685 Terawattstunden im Jahr. Das ist mehr Strom, als ganz Deutschland heute verbraucht.”

      2. Als Gyurcsány den Wahlbetrug 2006 begangen hat, danach mit seinen Schergen sogar Demonstranten die Augen ausgeschossen hat, tat die EU alles, diesen Typen zu decken und an der Macht zu halten. Schlimmer noch. Seine Frau Klára Dobrev sollte nach aktueller linker Vorstellung gut 15 Jahre später in BP an die Macht.

        1. Oh – die armen Ungarn, die ihrer Meinung nach nicht selbst entscheiden können und nur fremdgesteuerte Puppen sind. 😉
          Nein. Die Ungarn hatten sich für Gyurcsány entschieden. Dann hatten sie ihn abgewählt. In den angenehmen Jahren zwischen 2010 und 2020 im wohligen Sog des globalen Wirtschaftswachstums wollten sie Orban.
          Nun überlegen sich viele, ob ihre Entscheidung vom April die richtig war.
          Denn nun befindet sich Ungarn in schwerem Fahrwasser und Orban erweist sich als eher schlechter Steuermann in rauer See.
          Fidesz hatte den Wahlsieg im April teuer erkauft und nun müssen die Ungarn dafür bezahlen.

  3. 2) Ulrike Herrman von der taz erklärt:

    “Da sieht man also, und das ist nur ein Problemfall, Zement ist schwierig, Stahl ist schwierig, Autos ist schwierig, weil es für Elektroautos – schlechte Nachricht für alle – nicht genug Ökostrom geben wird. So, das heißt, die Industrie ist eigentlich bereit, auf Klimaenergie umzustellen, Ökoenergie umzustellen.

    Nur stellt sich dann raus: Diese Ökoenergie gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Das heißt, worauf wir eigentlich rauslaufen, ist, dass wir unsere Wirtschaft schrumpfen müssen, wenn wir klimaneutral produzieren wollen. Aber eine schrumpfende Wirtschaft gibt es im Kapitalismus nicht. Das heißt, wovor wir stehen, ist eigentlich, uns vom Kapitalismus zu verabschieden.

    Und das sind alles Themen, die sind so groß, dass man sie im politischen Alltag nicht denken kann. Also wenn man jetzt hier den Wählern sagen würde, ja, wisst ihr was, wir müssen hier raus vom Wachstum, der Verbrauch muss sich halbieren. Kapitalismus ist auch nicht mehr und die Automobilindustrie müssen wir eigentlich schließen, obwohl da 1,75 Millionen Menschen in Deutschland direkt und indirekt beschäftigt sind. Dann sagt jeder, okay, das Thema lassen wir mal lieber und stattdessen tun wir eben so, als könnte man irgendwie mit Windrädern das alles ganz angenehm gestalten.“

    1. Wir haben schon jetzt einen Arbeitskräftemangel – und es wird aufgrund der demographischen Entwicklung noch schlimmer.
      Dieses Arbeitsplatzargument zieht schon lange nicht mehr.

      Gerade jetzt befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Krise und doch sind die Arbeitslosenzahlen niedrig.

      Schrumpfende Wirtschaft?
      Natürlich. Wir haben aktuell den Höhepunkt des Anteils an Erwerbsfähigen in der Gesellschaft erreicht.
      Ohne Migration wird die Wirtschaft zusammen mit der Zahl der Erwerbstätigen schrumpfen.

      Ach ja – schon vor einem halben Jahrhundert war den Leuten schon klar, dass das mit den fosilen Energieträgern nicht mehr lange weitergehen kann – Ulrike Herrman hat dies wohl nicht mitbekommen.
      Und natürlich kann erneuerbare Energie den Bedarf decken – man muss nur deren Ausbau vorantreiben.
      Wasserstoffherstellung in den Weiten Australiens – schon kann BASF auch ohne Gas die Fabriken am laufen halten.

      1. Immer wie es gerade passst. Ulrike Hermann ist keine Hellseherin, aber sie hat zumindest erkannt, dass viele in der Politik nicht mal 1+1 können, obwohl wir Ingenieurkunst brauchen. . Ein Umbau muss intelligent geschehen, und wer sich selber so schadet wie die EU, kann auch anderen nicht helfen.

        Frage: Wie viele der Migranten haben Jobs, die sie in Deutschland selbständig sein lassen?
        Wo sind die schlimmsten Clan-Strukturen und Parallelgesellschaften? Und wo werden die meisten hochwertigen Mischwälder abgeholzt für Rotoren?

  4. Das ist doch vollkommener Unsinn. Wenn man einen Baum fällt, dann muß das Holz etwa 2Jahre gelagert werden, bis es als Brennholz taugt. Frisches Holz enthält ungefähr 50% seines Gewichtes an Wasser und hat überhaupt keinen Heizwert. Freilich kann man es in Trockenkammern behandeln, aber die werden für gewöhnlich mit Gas beheizt. Dann ist es besser das Gas gleich zum Heizen zu nehmen.

    1. Offenbar gehen die aber viele davon aus, dass wir mehrere Winter mit großer Energieknappheit in Europa bekommen werden. Da lohnt es sich, schon mal an den Winter 2024 zu denken. Außerdem denken viele daran, dass sie von den Russen überrannt werden könnten. Da braucht es Holzknüppel zur Abwehr!

      1. Der Anpassungprozess wird schneller verlaufen.
        Es ist nur die übermäßige Vorsicht der Politiker und die Liebe der Medien zur Katastrophe-Meldung, dass nun alle auf Panik machen.
        Die Preise für Gas und Öl sind letztlich vor allem der Psychologie geschuldet.
        Koste es was es wolle, muss nun Gas und Öl gekauft werden. Klar treibt dies die Preise in die Höhe.
        Und dies überträgt sich auch in die Supermärkte:
        Teurer?
        Kann man nicht ändern.
        Also kauft man wie bisher.

        Wenn die große Katastrophe diesen Winter ausbleibt, hat der Spuk auch schnell wieder ein Ende.

        Es ist ja nicht so, dass ein globaler Mangel und Gas und Öl herrschen würde.
        Mittlerweile ist beim Öl sogar eine Überproduktion festzustellen.

    2. Da ist man in manchen Ländern nicht so genau damit.
      Im Sommer geschlagen, im Winter verheizt.
      Und dann ist die deutsche Zentralheizung schuld, wenn es nicht recht warm wird – zumal man ja auch noch am Kamin gespart hatte.
      Die Qualität wird schließlich auch für sehr schlecht erklärt, wenn der Kessel aufgrund der hohen Feuchtigkeit durchrostet. 😀

        1. Guten Morgen Herr DR.
          Heute morgen bin ich um 8 Uhr in Ferihegy in Europa angekommen! In unserer Mitteleuropa!!! Um 4 Uhr auf dem Flughafen Hamburg war noch Dreck, Chaos und Urinegestank- 10 Minute nach Eröffnung.
          Ferihegy sauber, gelassen, kultiviert .

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